Bekleidungstechnik studieren - Ablauf

Wer in der Bekleidungsindustrie einen interessanten Job finden möchte, kann zum Beispiel Bekleidungstechnik studieren.


Natürlich gibt es je nach gewähltem Studienort Unterschiede im Studium der Bekleidungstechnik, erfolgreiche Absolventen erwerben den Bachelor of Engineering. Grundsätzlich gleicht sich aber der Aufbau des Bachelor Studiums der Universitäten als auch der Fachhochschulen. Universitätsstudiengänge für Bekleidungstechnik werden zurzeit an den folgenden Universitäten angeboten: Sigmaringen, Hochschule Albstadt-Sigmaringen; Berlin, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin; Hamburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg; Niederrhein, Hochschule Niederrhein und Aachen, Lehramt an Berufskollegs - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Inhalt und Berufsbild
Ingenieure für Bekleidungstechnik verbinden Technik und Management im Bereich der Bekleidungsindustrie, hiervon sind Haus- und Heimtextilien in der Regel ausgenommen. Die vielseitigen Einsatzfelder können in der Produktentwicklung, Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung, -steuerung und -kontrolle, Qualitätssicherung, Personal-, Kapazitäts-, Termin- und Kostenplanung sowie im Management, Marketing, Einkauf, Vertrieb, Industrial Engineering als auch im EDV-Bereich sein. Der Schwerpunkt der Aufgaben, z.B. als Produktmanager oder technischer Betriebsleiter ist im Einzelnen vor allem vom Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie beziehungsweise des jeweiligen Handels abhängig. Ob Fachberater in Zulieferfirmen, Selbstständiger im Bildungsbereich ansässiger Unternehmen oder als Abteilungsleiter eines staatliches Beschaffungsamts. Mit erfolgreich abgeschlossenem Studium eröffnen sich dem Absolventen eine Vielzahl von Berufsbildern, wie die des Produktmanagers einer Bekleidungskette, technischer Betriebsleiters einer Produktionsstätte, Abteilungsleiters der Qualitätskontrolle, Fachberaters in der Anwendungstechnik der Zulieferindustrie, selbständiger Industrieberaters zum Beispiel für Stoff- oder Textildesigner aber auch des Unternehmers in der Forschung.

Aufbau des Bachelor-Studiums
In diesen Studiengängen besteht das Studium normalerweise aus sieben Semestern, wobei das fünfte Semester meistens als Praktikum vorgesehen ist, um seine praktischen Kenntnisse zu vertiefen und anzuwenden. Im ersten Studienjahr werden hingegen zuerst vorwiegend theoretische Grundlagen aus den Bereichen der Natur-, Arbeits- und Wirtschaftswissenschaft vermittelt, genauer bekleidungstechnische und textilchemische Grundlagen ergänzt durch Module der Geistes- und Sozialwissenschaften. Aufbauend auf dieser Basis wird im zweiten Studienjahr ein stärkerer Wirtschaftsbezug hergestellt. Produktrealisation und Einsatz von Werkstoffen, Umsetzung von neuen Ideen unter Berücksichtigung aller ökonomischen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte und Prozesssteuerung werden ebenso praxisnah gelehrt wie auch kaufmännische Grundlagen gefestigt. Abschließend stehen im Abschlussjahr vertiefende Wahlpflichtmodule zur Auswahl, diese Spezialisierungsmöglichkeiten sind orientiert an der Praxis, hierzu gehören: innovative Bekleidungskonzepte, Produktdatenmanagement, Textilwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre. Ob man dann neue Arbeitstechniken oder neue Stoffe entwickelt, ein erfolgreicher Abschluss in Bekleidungstechnik bietet einem interessante und vielseitige Arbeitschancen.