Belastungs-EKG: So ist der Ablauf

Ein Belastungs EKG dient zum Diagnostizieren verschiedener Krankheiten, die im Ernstfall schlimme oder sogar tödliche Folgen mit sich bringen können.


Ein Belastungs-EKG dient dazu, um bei Menschen verschiedene Krankheiten oder Krankheitsbilder festzustellen und diesen gesundheitlich entgegen zu wirken. Mit einem EKG wird herausgefunden, inwiefern man sportlich und gesundheitlich aufgrund möglicher Beeinträchtigungen oder aber auch Krankheiten belastbar ist. Gerade bei alten Menschen oder Hochleistungssportlern wird regelmäßig ein Belastungstest durchgeführt, um die einzelnen möglichen Krankheiten zu überprüfen und die Leistungsanforderungen für den jeweiligen Menschen im Bereich des Sports festzulegen. Vor dem Belastungstest wird oft auch schon ein Ruhe-EKG durchgeführt, bei dem bereits einige Krankheiten diagnostiziert werden. Um jedoch beispielsweise Herzrhythmusstörungen, eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels, die Herzfrequenz und die Herzkranzarterien zu überprüfen, benötigt man ein Belastungs-EKG. Dies dient auch dazu, um die Laktatbildung und die anaerobe Schwelle bei Hochleistungssportlern festzustellen.

Ein Belastungs-EKG kann in Ruhe vorbereitet werden
In der Regel findet ein Belastungs-EKG bei einem Arzt in der Praxis statt. Dabei ist es von Vorteil Sportsachen mitzunehmen, da man auf einem Fahrradergometer etwa 15 bis 30 Minuten Fahrrad fahren und seine Leistungsgrenze erreichen wird. Je mehr man sich anstrengt, desto besser kann am Ende eine Aussage über die Leistungsfähigkeit getroffen werden. Dazu muss man jedoch auch mit dem Arzt im Voraus besprechen inwiefern einzunehmende Medikamente die Auswertung eines Belastungs-EKGs beeinflussen könnten.

Der Ablauf beim Belastungs-EKG
Nachdem man ein Ruhe-EKG durchgeführt hat, werden Messelektroden an Rücken, Brust und Arme per Saugknopf angelegt. Zusätzlich verwendet man auch eine Blutdruckmanschette zur Messung des Blutdrucks am Arm. Schließlich beginnt die Belastung auf dem Ergometer. Diese dauert in der Regel solange an bis irgendwelche negativen Erkenntnisse wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen oder ähnliches festgestellt wird oder der Patient seine Leistungsgrenze erreicht hat. Daraufhin wird nach der Belastung das EKG einige Zeit weiter durchgeführt, um die Erholung während der Ruhephase und die dort auftretenden Symptome zu überprüfen. Schließlich können die Aufzeichnungen durch die Messelektroden am Ende zusammen mit dem Arzt ausgewertet und besprochen werden. Sollten jedoch schon Auffälligkeiten bezüglich der Gesundheit während des Ruhe-EKGs wahrgenommen werden, so führt man in der Regel aufgrund des Risikos kein Belastungs-EKG durch.