Bent Branderup - akademische Reitkunst

Bent Branderup ist der Begründer der akademischen Reitkunst und sorgt für dessen Weiterverbreitung und -entwicklung in ganz Europa.


Bent Branderup ließ eine klassische Reitkunst, die er als akademische Reitkunst bezeichnet, wieder aufleben. Dies ist nicht nur einfach eine Form des Reitens, es ist mehr eine Lebensweise im Einklang mit Mensch und Tier. Das Ziel der akademischen Reitkunst ist es Reiter und Pferd in eine natürliche Balance zu bringen. Dies kann nur durch ständiges Training von Pferd und Reiter erreicht werden.

Bent Branderup – Begründer der akademischen Reitkunst
Das Leben von Bent Branderup war von Kindesbeinen an schon von Pferden geprägt. Seine Ausbildung machte er bei namhaften Häusern, unter Anderem in der königlichen Hofreitschule in Jerez de la Frontera. Viele Jahre beschäftigte er sich mit dem Meistern der klassischen Reitkunst wie beispielsweise Xenophon oder dem Herzog of Newcastle. Er studierte ihre Texte über das Reiten genauso wie Gemälde über die Reitkunst. Die Ergebnisse seiner Nachforschungen hat er mit modernen Formen der Pädagogik, Physiologie und Veterinärmedizin kombiniert und daraus resultiert eine durchdachtere und schonendere Ausbildung für Pferd und Reiter. Die natürlichen Bewegungsabläufe des Pferdes sollen durch spezifisches Training gefördert werden, um somit ein leistungsfähigeres Reitpferd auszubilden. Heute reist Bent Branderup in ganz Europa herum, um seine Lehren der akademischen Reitkunst zu verbreiten.

Akademische Reitkunst
Die akademische Reitkunst, die Bent Branderup begründet hat, unterliegt strengen Regeln und Prüfungen. Damit soll allerdings auch ein hoher Standard der Ausbildung garantiert werden. Grundvoraussetzung um die Prüfung ablegen zu können ist, dass man sein Pferd selbst ausgebildet hat. Dies ist wichtig, da es eine besondere Harmonie und Zusammenspiel von Pferd und Reiter garantiert. Die Prüfung zur akademischen Reitkunst setzt sich aus drei Teilen zusammen.
Der erste Teil ist die Longenprüfung – die Basisprüfung dieser Reitkunst. Das Pferd zeigt an der Longe die Grundlangen vor und zudem wird die Beweglichkeit beziehungsweise Dehnbarkeit des Tieres präsentiert. Der zweite Teil befasst sich mit dem Reiten selbst, der bereits einer strengen Abfolge unterliegt, die schon bei der Begrüßung der Richter beginnt. Bei der Reitprüfung wird das volle Spektrum der akademischen Reitkunst von Bent Branderup gezeigt. Dazu gehören nicht nur die einzelnen Gangarten, sondern auch Figuren wie Pirouetten oder auch Galoppwechsel. Der letzte Teil befasst sich mit der Theorie des Reitens, denn nicht nur das Pferd kommt in den Genuss einer umfassenden Ausbildung, auch der Reiter, denn letztendlich sollen beide eine Einheit bilden. Hat man die Prüfung bestanden darf man sich Stolz zum Kreis der Reiterschaft der akademischen Reitkunst zählen.