Berberitze: Unterschiedliche Wirkung von Frucht und Wurzelrind

Mit Vitaminen in den Früchten und Wirkstoffen gegen Verdauungsbeschwerden im Wurzelrind ist die Berberitze eine multifunktionale Heilpflanze.


Die Berberitze ist eine strauchartige Pflanze, von der sagenhafte 450 verschiedene Arten existieren. Einige Sorten sind immergrün, andere werfen im Herbst ihr farbiges Laub ab. Die auch unter dem Namen Sauerdorn bekannte Berberitze ist häufig mit spitzen Dornen ausgestattet. In heimischen Gefilden werden Berberitzen oft als Zierstrauch für Gärten und Parks genutzt. Mitunter wird das Holz für handwerkliche Arbeiten verwendet. Ein entscheidender Vorteil der Berberitze ist ihre Genügsamkeit. Die Pflege der Pflanze ist anspruchslos. Sie gedeiht in fast allen Bodensorten.

Die Berberitze ist eine hervorragende Heilpflanze
Doch nur wenige Menschen wissen, dass die Berberitze eine Heilpflanze ist. Das gilt besonders dann, wenn sich die leuchtend gelben oder orangefarbenden Blüten im Spätsommer in rote Früchte verwandelt haben, welche durch ihre eigentümlich, längliche Form auffallen. Nicht nur die Früchte des Strauches sind wertvolle Heilsbringer der Gesundheit. Auch die Wurzelrinde kann zur Wiederherstellung der Gesundheit und zur Vorbeugung der verschiedensten Krankheiten eingesetzt werden. Das Interessante dabei ist, dass Frucht und Wurzelrind völlig unterschiedliche Wirkungen entfalten.

Mit Früchten gegen Erkältungskrankheiten
Die Früchte entfalten ihre Wirkung durch verschiedene Fruchtsäuren, wie beispielsweise Apfelsäure und Zitronensäure. Weiterhin enthalten sie jede Menge Vitamin C. Verarbeitet zu Marmelade, Mus oder Gelee helfen die kleinen Wunderbeeren zur Vorbeugung und bei der Genesung von Erkältungskrankheiten. Es ist von Vorteil, wenn die Beeren bereits im Sommer getrocknet werden. Dann sind sie in der kalten Jahreszeit stets vorhanden, wenn Viren und Bakterien ihr Unwesen treiben. Bei schmerzhaften Entzündungen des Zahnfleisches werden die verarbeiteten Beeren auf das Zahnfleisch gestrichen, bis Linderung eintritt.

Wurzelrind der Berberitze gegen Verdauungsbeschwerden einsetzen
In der Wurzelrinde der Pflanze befindet sich ein weiterer Wirkstoff gegen Krankheiten: Berberin. Berberin zählt zur Gruppe der Alkaloide und wirkt anregend. Somit hilft die Wurzelrinde bei sämtlichen Erkrankungen des Verdauungssystems. Sie ist das optimale Mittel gegen Appetitlosigkeit, Blähungen und Verstopfungen. Zudem ist die Wurzelrinde harntreibend, was der Entgiftung des Organismus förderlich ist. Diese Wirkung macht sie auch bei der Bekämpfung von Gallen-und Blasenerkrankungen erfolgreich. Was für die Galle gut ist, das kann für die Leber nicht falsch sein. Und so lindert die Wurzelrinde Beschwerden bei Gelbsucht. Weil die anregende Wirkung Blutgefäß erweitert, lässt Wurzelrinde erhöhten Blutdruck schnell sinken. Wurzelrinde wird oft zu Tee verarbeitet. Ein Teelöffel pro Tasse genügt. In kleinen Schlucken getrunken helfen ein bis zwei Tassen am Tag bei der Wiederherstellung der Gesundheit.