Bergpalme: Anspruchslose Zimmerpflanze für Jedermann

Die Bergpalme sieht nicht nur gut aus, sie ist auch (fast) völlig anspruchslos und verzeiht sogar Pflegefehler.


Botanischer Name: Chamaedorea elegans

Allgemein
Die Bergpalme gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und das nicht nur, weil sie tropisches Urlaubsfeeling ins kalte Deutschland bringt, sondern auch, weil sie selbst für blutige Anfänger sehr gut geeignet ist. Sie ist äußerst robust und verzeiht den ein oder anderen Pflege- und Gießfehler. Wer mit der Bergpalme nicht zurechtkommt, sollte es mit einer künstlichen Pflanze versuchen.

Die Bergpalme, deren Heimat in Süd- und Mittelamerika ist, ist eher zierlich in der Gestalt, sie bildet lange Wedel aus, die mit dunkelgrünen Fiederblättchen ausgestattet sind. Im Gegensatz zu anderen Palmenarten blüht die Bergpalme auch im Innenbereich. Schon wenn sie noch sehr jung ist, entwickeln sich Rispen mit cremefarbenen oder gelben Blüten, die kugelförmig daherkommen. Sie kann bis zu 130 Zentimetern groß werden, bis dahin dauert es aber einige Jahre.

Standort
Die Bergpalme mag es hell bis halbschattig, wenn mehr als 700 Lux vorhanden sind, ist sie zufrieden. Pralle Sonneneinstrahlung verträgt sie aber schlecht, denn in ihrer Heimat wächst sie als Unterholzpflanze. Indirektes Licht, am besten von einem Ost- oder Westfenster, ist ideal. Auch die Temperaturen sollten nicht zu hoch sein, gleichbleibende Werte zwischen 15 und 21 Grad sind eine gute Voraussetzung für gutes Wachstum. In den Wintermonaten sollten die Temperaturen etwa bei 13 Grad liegen.

Pflege
Grundsätzlich sollte das Gießwasser gefiltert sein, da der Bergpalme zuviel Kalk auf Dauer schlecht bekommt. Wie bei anderen Pflanzen auch sollte man, selbst im Hochsommer, nicht einfach drauflos gießen, sondern prüfen, ob auch Wasser benötigt wird. In den heißen Monaten sollten Sie sehr viel gießen, nach einer gewissen Zeit empfiehlt es sich aber, den Untersetzer auf überschüssiges Wasser zu überprüfen, um Staunässe zu vermeiden. Einmal in der Woche sollte die Palme getaucht werden. Im Winter braucht die Pflanzen dann natürlich weniger Wasser.
Um die nötige Luftfeuchtigkeit zu erreichen, können Sie die Bergpalme auf ein Bett aus feuchten Kieseln stellen. Zusätzlich sollten Sie die Wedel regelmäßig besprühen und feucht abwischen. Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, können sich die Wedel braun verfärben.
Umtopfen müssen Sie nur, wenn die Wurzeln den Topf vollständig ausfüllen. Da die Pflanze aber sehr langsam wächst, müssen Sie nicht oft umtopfen. Dann setzen Sie die Bergpalme in ein etwas größeres „Heim“. Sie können Universalerde nehmen, die Sie mit Sand oder Lapili aufwerten. Ideal ist lehmhaltige Erde, aber auch leicht alkalisches Substrat oder Hydrokultur eignen sich gut. Achten Sie darauf, dass die Erde sich gleichmäßig um die Wurzeln verteilt. Zum Schluss drücken Sie die Erde fest an.

Vermehrung
Eine eigenständige Vermehrung der Bergpalme ist aufwendig und daher nicht zu empfehlen. Anstatt mühsam die Samen zu gewinnen und diese aufzuziehen, sollten Sie eine junge Bergpalme kaufen und diese aufpäppeln.

Schädlinge und Krankheiten
Die Bergpalme ist anfällig für Spinnmilben, die sich durch den natürlichen Fressfeind der Raubmilbe aber effektiv bekämpfen lassen. Sie ernähren sich von den Schädlingen, lassen die befallene Pflanze aber intakt. Stellen Sie fest, dass die Blätter gelb werden und an deren Unterseite seidige Gespinste auftreten, handelt es sich wahrscheinlich um die Rote Spinne. Hier helfen nur noch Pestizide.