Berliner Philharmonie - Konzerthaus mit Tradition

Die Berliner Philharmonie gehört zu den bekanntesten deutschen Konzertsälen. Das Gebäude ist die Spielstätte der Berliner Philharmoniker.


In der deutschen Hauptstadt Berlin gibt es zahlreiche bekannte Opern- und Konzerthäuser, wie zum Beispiel die Staatsoper Unter den Linden oder das Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Auch die Berliner Philharmonie gehört zu den bedeutenden Häusern, die jährlich tausende Besucher aus der ganzen Welt anziehen. Sie befindet sich im Berliner Stadtteil Mitte, direkt am Kemperplatz und unweit des Tiergartens und zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche architektonische Gestaltung aus.

Die Architektur

Schon von weitem kann man die Philharmonie an ihrer hellgelben Farbe erkennen. Der Grundriss des Gebäudes ist asymmetrisch, Wände und Decken wölben sich zeltartig über dem großen Saal, der den Mittelpunkt des Konzerthauses darstellt. Das Gebäude wurde in den Jahren 1960 bis 1963 nach Plänen von Hans Scharoun errichtet. Vor allem der Innenraum wurde nach neuesten Erkenntnissen im Bereich der Akustik gestaltet. Es wirkte unter anderem Lothar Cremer, ein renommierter Akustiker der Berliner Technischen Universität, an der Konzeption mit. In der Mitte des großen Saales befindet sich das Konzertpodium, auf dem während der Veranstaltungen das Orchester, die Solisten oder die kammermusikalischen Besetzungen Platz finden. Der Zuschauerraum umfasst 2440 Sitzplätze. Dem Hauptgebäude angeschlossen ist ein Kammermusiksaal, der in den Jahren 1984 bis 1987 nach Plänen von Edgar Wisniewski und Hans Scharoun erbaut wurde. In diesem Raum finden 1180 Zuschauer Platz. Die Berliner Philharmonie, der Kammermusiksaal und das Musikinstrumentenmuseum bilden das Kulturforum.

Die Vorgeschichte

Die Berliner Philharmonie ist der Sitz der renommierten Berliner Philharmoniker. Dieses Orchester wurde im Jahr 1882 gegründet und war anfangs in einem Saal im Berliner Stadtteil Kreuzberg untergebracht. Vor dem Umbau im Jahr 1888 dienten diese Räumlichkeiten als Rollschuhbahn. Ab dem Jahr 1898 fanden die Konzerte der Berliner Philharmoniker größtenteils in einem Gebäude in der Köthener Straße statt. Dort stand dem Orchester der Beethovensaal zur Verfügung. Diese Gebäude wurden jedoch während des Zweiten Weltkrieges durch Bombenangriffe zerstört, sodass das Orchester keine feste Heimstatt mehr hatte. Die Auftritte fanden unter anderem in Kirchen statt, die während des Krieges nicht stark beschädigt worden waren. Erst durch den Bau der Gebäude am Kemperplatz erhielt das inzwischen weltbekannte Orchester eine feste Spielstätte.