Bernhard Hennen: ein Portrait

Bernhard Hennen hat sich ganz der Fantasy und dem historischen Roman verschrieben.


Seine Fans vergleichen ihn mit Tolkien, dem „Herr-der-Ringe“-Autoren, und Kritiker nennen seine Werke gewaltig und fesselnd. Bernhard Hennen gilt derzeit als erfolgreichster Fantasy-Autor Deutschlands. Besonders die Elfen haben es ihm angetan, das geheimnisvolle Volk in der Albenmark, einem Ort voller Schönheit und Magie. Der erste Roman aus dem Elfenzyklus (schlicht „Die Elfen“) erschien bereits 2004 und stürmte sofort die Bestsellerlisten. Seitdem erschien beinahe jedes Jahr ein Elfen-Buch, insgesamt fünf im Elfen-Zyklus und drei in der Reihe der „Elfenritter“. Derzeit schreibt Bernhard Hennen an einer Drachenelfen-Trilogie, deren erster Teil im Herbst 2011 in den Buchhandlungen liegen soll. Die Reihe führt alle Elfen- und Hennen-Fans in die Frühzeit der magischen Albenmark, als noch die Drachen herrschten und die Elfen ihnen dienen mussten.  Bernhard Hennen würde auch gern an einem aktuellen Action-Thriller oder an einem historischen Roman schreiben, aber den Elfen gehöre sein Herzblut, wie er einmal in einem Interview sagte.

Viel durch das „Das-Schwarze-Auge-Rollenspiel“ gelernt
Für Fantasy-Fans ist Bernhard Hennen jedoch nicht erst seit den Elfen bekannt.
Neben seiner Tätigkeit als Hörfunkjournalist arbeitete er als Redakteur der Fantasy-Zeitschrift „Zauberzeit“. Bereits in den Neunzigern schrieb er zahlreiche Abenteuergeschichten für das populäre Rollenspiel „Das Schwarze Auge“ (DSA) und war selbst über 15 Jahre lang Spielleiter. Dies habe sein Schreiben sehr geprägt. Er habe viel über die Entwicklung von Figuren und Geschichten gelernt, sagt Hennen. An der Seite von Wolfgang Hohlbein, einem der produktivsten Gegenwartsautoren, wagte sich Hennen ins Romanfach vor. Beide verfassten 1993 und 1994 die Trilogie „Das Jahr des Greifen“, deren erstes Buch, „Der Sturm“, ausgezeichnet wurde.
Kurz danach versuchte es Hennen mit dem Kriminalroman (z. B. „Der Tempelmord“ oder „Der Flötenspieler“, die zu Kleopatras Zeiten spielen) und mit dem historischen Roman („Die Könige der ersten Nacht“).

Inspiriert durch Geschichte und Reisen
Bernhard Hennen, heute Mitte Vierzig, ist nicht nur über die mittelalterlichen Märkte getingelt, sondern hat als Journalist viele Länder bereist.
Der studierte Germanist, Archäologe und Historiker war für den WDR oft in Mittelamerika und im Vorderen Orient unterwegs. Seine Frau stammt aus China, und die Begegnung mit fremden Kulturkreisen ist für Hennen eine wichtige Quelle der Inspiration. Aber auch die kreative Unterstützung durch sein Lektorenteam beim Heyne-Verlag und nicht zuletzt die vielen Lesen, die seine Homepage (www.bernhard-hennen.de) besuchen und mit ihm diskutieren, tragen zu Bernhard Hennens Erfolgen bei.