Berufe und Qualifikationen als Geologe

Wer als Geologe den Einstieg in den Beruf sucht, muss auch hier mit Zusatzqualifikationen aufwarten.


Wie dem Fähnchen im Wind geht es auch einigen Berufszweigen. Je nach Auftragslage in den wirtschaftlich windigen Zeiten, sieht es mal mehr oder weniger rosig auf dem Arbeitsmarkt aus. Die Agentur für Arbeit beschreibt die Jobaus- sichten für Geologen als problematisch. 2008 mussten sich Absolventen aber keine großen Sorgen um eine Anstellung machen. Die Erdölbranche boomte und auch aus der Geo-Agentur Berlin Brandenburg kann man vernehmen, dass jeder gut ausgebildete Geologe einen Job findet. Denn überall, wo man noch Rohstoffvorkommen erschließen kann, sei es auf dem Land oder auf Ölbohrplattformen im Meer, ist das Wissen der Geologen gefragt. Selbst amerikanische Unternehmen suchen nach Mitarbeitern mit entsprechendem Know-how und werben schon während der Promotion einige Absolventen ab.

Wirkungskreise von Geologen
Aber nicht nur in der Rohstoffbranche gibt es Stellen. Einen weiteren großen Arbeitgeber für Geologen stellen die Geo-Büros dar. Hier liegen die Einsatzgebiete neben den Baugrunduntersuchungen in der Sanierungs- planung und Begutachtung sowie dem Flächenrecycling. Ein Bereich, der zudem stetig anwächst, ist vor dem ökologischen wie ökonomischen Hintergrund die Geothermie. Steigende Energiepreise lassen Erdwärmesysteme immer attraktiver für Kunden werden. Weiterhin ist es möglich an der Hochschule in der Lehre zu bleiben oder in die Forschung zu gehen. Stellen in Behörden und Ämtern stehen den Geologen ebenfalls offen. Als Freiberufler kann man sich als Geologe auch betätigen und in diesem Rahmen beispielsweise für Unternehmen Bodengutachten erstellen.

Voraussetzungen und Zusatzqualifikationen
Für einen erfolgreichen Berufseinstieg ist allerdings nicht nur ein gut absolviertes Studium notwendig, sondern es sind auch einige Zusatzqualifikationen erforderlich. So ist es meist unmöglich ohne einschlägige Praktika nach dem Studium Fuß zu fassen. Erfahrungen sind für den Direkteinstieg meist Voraussetzung. So sollte man für den Bereich der Geothermie zum Beispiel Kenntnisse in Vertrieb und Heizungstechnik mitbringen. Des Weiteren muss man in einigen Bereichen auch ein Verkäufer sein, so sollte man keine Scheu haben bei Veranstaltungen wie einer Bürgerversammlung oder vor der Handelskammer seine Konzepte plausibel darzustellen. Zudem sind Englischkenntnisse unerlässlich, da oft die Standorte im Ausland sind oder Teams aus verschiedenen Nationen zusammenarbeiten. So werden unter anderem Jobs oder Trainees angeboten, die je nach Firma in Länder von Norwegen über Argentinien bis nach Lybien führen. Daher ist auch die Bereitschaft zur Mobilität entscheidend. Das technische Interesse sollte nicht nur während des Studiums vorhanden sein, da je nach Berufsziel auch der Umgang mit speziellen Softwareprogrammen relevant ist. Wer weitere Informationen sucht und sich auf dem Laufenden halten möchte, dem bietet die Seite des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler e.V. eine Jobbörse sowie Möglichkeiten im Rahmen eines Mentoring Programms nützliche Kontakte für den späteren Berufseinstieg zu knüpfen.