Berufstaucher werden - Hinweise

Um Berufstaucher werden zu können, muss man nach zweijähriger Vorbereitungszeit eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ablegen.


Wer Berufstaucher werden will, muss zuvor schon einen anderen Beruf gelernt haben. Neben gewerblichen Berufstauchern gibt es auch Taucher bei Polizei und Feuerwehr, im Rettungsdienst der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und bei der Wasserwacht des Roten Kreuzes.

Die Arbeit als Berufstaucher ist schwer und verantwortungsvoll

  • Wer Berufstaucher werden will, muss eine zweijährige Tätigkeit in einem Tauchbetrieb nachweisen können und anschließend eine Prüfung ablegen. Nach entsprechender Weiterbildung kann eine Prüfung zum Tauchermeister abgelegt werden, die die Qualifikation zur Ausbildung von Anwärtern einschließt.
  • Die Arbeit erfordert eine gute Kondition. Berufstaucher arbeiten meist als sogenannte Helmtaucher mit schwerer Schutzkleidung und unter einem Helm, in den die Atemluft von außen geleitet wird. Sie werden meist im Strom- und Hafenbau eingesetzt. Die Taucher stehen im Dienst von Tauchbetrieben, die selbstständige Gewerbetriebe sind oder sie sind unmittelbar bei den Behörden der Hafen- und Schifffahrtsverwaltung angestellt.
  • Nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaft müssen sich Taucher laufend ärztlicher Kontrolle unterziehen, damit ihre Einsatzfähigkeit gewährleistet bleibt. Taucher sind in besonderer Weise durch Unfälle und Berufskrankheiten gefährdet.
  • Das Arbeitsfeld der Taucher bei Polizei, Feuerwehr und den Rettungsorganisationen ist zwar verwandt, aber die Ausbildung wesentlich anders. Angehörige der Polizei, der Feuerwehren oder der Wasserrettungsorganisationen werden neben ihrer eigentlichen Tätigkeit in mehrwöchigen Lehrgängen im Tauchen ausgebildet.
  • Sie bleiben auch in ihrer Organisation im normalen Dienst und werden nur bei außerordentlichen Lagen als Taucher herangezogen. Ihre Tätigkeit ist aber nicht weniger gefährlich als die ihrer Kollegen aus dem gewerblichen Bereich.

Berufstaucher werden: Ausbildung bei der Marine

  • Auch bei der Deutschen Marine werden Taucher – beispielsweise als Minentaucher – beschäftigt. Die Marine bildet Berufssoldaten selbst dazu aus. Wenn deren Verpflichtungszeit abgelaufen ist, suchen diese sich vielfach eine Anschlussbeschäftigung bei der Berufstaucherei.
  • Berufstaucher werden bietet den Reiz des Abenteuers. Dennoch ist die Zahl der jungen Menschen, die sich für diesen Beruf entscheiden, sehr begrenzt. Bezahlt wird nach Tarif, zusätzlich gibt es Zulagen für die Gefahren und Erschwernisse der Tätigkeit.
  • Wer sich für die Wege zur staatlichen Prüfung interessiert, kann bei der Industrie- und Handelskammer zu Kiel ein Merkblatt anfordern. Auch die örtlichen Hafenbehörden erteilen Auskunft und vermitteln Informationsbesuche bei Taucherbetrieben. Natürlich informiert auch die jeweilige Agentur für Arbeit.