Vitamine und Mineralien sind wichtige Bestandteile in unserer Nahrung und es ist allgemein bekannt, dass diese am besten aus pflanzlicher Nahrung bezogen werden können. Doch es gibt einige Inhaltsstoffe mehr, welche Obst und Gemüse so wertvoll machen. Einige dieser sekundären Pflanzenstoffe stellen wir hier vor:
Polyphenole
Polyphenole sind aromatische Verbindungen und kommen als bioaktive Substanzen, beispielsweise als Farbstoffe oder Geschmacksstoffe in Pflanzen vor. Diese Stoffe gehören zu einer Gruppe pflanzlicher Substanzen, denen entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen werden. Außerdem hemmen sie das Wachstum von Tumoren und werden daher auch als Wirkstoffe in der Behandlung von Tumoren bei Krebserkrankungen verwendet. Sie schützen unter anderem den Körper vor freien Radikalen und verhindern Fettablagerungen in den Blutgefäßen. Besonders konzentriert kommen sie in roten Gemüse und Obstsorten vor, also in Radieschen, Rotkohl, roten Kirschen , Aubergine, aber auch im grünen Tee.
Karotinoide
Dies sind ebenfalls Radikalfänger, schützen also den Körper vor freien Sauerstoffradikalen. Es sind über 600 verschiedene Karotinoide bekannt, etwa Betacarotin oder Lutein. Manche, zum Beispiel Betacarotin oder Alphacarotin, können vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden und gelten daher auch als Provitamine. Sie stecken ebenfalls vermehrt in rötlich gefärbten Gemüse- und Obstsorten, wie in Paprika, Äpfel, Karotten, Pfirsichen, aber auch in grünen Lebensmittel, wie Erbsen oder Spinat. Der Körper kann Karotinoide nur in Verbindung mit Fetten aufnehmen, was aber entgegen vieler Behauptungen nicht bedeutet, dass diese Lebensmittel mit Fetten kombiniert gegessen werden müssen. Auch kann der Körper sie aus zubereiteten Lebensmitteln besser aufnehmen, beispielsweise aus schonend gegartem Gemüse. Die Karotinoide wirken als Radikalfänger krebsvorbeugend und können sogar schädliche Partikel, die durch das Rauchen in den Körper gelangen, binden. Man geht auch davon aus, dass eine konstant ausreichende Versorgung mit Karotinoiden den Verlust der Sehstärke im Alter, die Macula-Degenration, vorbeugt.
Monoterpene
Bei Monoterpenen handelt es sich um Aromastoffe, die den Hauptbestandteil von ätherischen Ölen ausmachen und besonders für den Geruch von Obst und Gemüse verantwortlich sind. Am stärksten konzentriert findet man sie in Obst. Das am häufigsten vorkommende Monoterpen ist das Limonen. Sie werden auch in der Nahrungsmittelindustrie zum Aromatisieren von Desserts, Backwaren und Getränken verwendet. Monoterpene helfen ebenfalls etablierte Tumore im Wachstum zu hemmen und zurückzubilden. Außerdem wirken sie antibakteriell und krampflösend, können aber bei manchen Menschen auch auf die Atemwege reizend wirken.