Bestattung - Letzte Möglichkeit, Wünsche des Verstorbenen zu erfüllen

Wenn ein Mensch verstorben ist, kommt auf die Hinterbliebenen die wichtige Aufgabe zu, sich um eine Reihe wichtiger Dinge zu kümmern. Zu diesen Aufgaben gehört auch die Organisation einer angemessenen Bestattung.


Die Meisten beschäftigen sich nur ungern mit dem Thema Bestattung, da der Gedanke an den Tod für viele Menschen sehr unangenehm ist. Es kann aber sehr schnell soweit sein, dass man sich damit auseinandersetzen muss, beispielsweise wenn ein Angehöriger verstirbt und man nun für dessen Bestattung sorgen muss. Zu diesem Thema gehören eine Menge wichtiger Einzelheiten und gesetzlicher Vorgaben, die eine Planung erschweren, gerade wenn man sich selbst als Trauernder in einer Ausnahmesituation befindet. Es ist schon eine große Erleichterung, dass Bestattungsinstitute die Organisation und Planung übernehmen, doch die Entscheidungen über die Einzelheiten bleiben dennoch den Hinterbliebenen überlassen. Es gibt zudem die Möglichkeit bereits zu Lebzeiten, Wünsche bezüglich der eigenen Bestattung zu hinterlegen.

Bestattungsvorschriften

  • Das deutsche Bestattungswesen wird in Bestattungsgesetzen, Leichenverordnungen und Friedhofsgesetzen im Rahmen der Landesbestimmungen geregelt. Jede Kommune oder Religionsgemeinschaft setzt diese Regelungen in Friedhofsordnungen um. Es gilt zum Beispiel, dass Verstorbene nur auf den dafür vorgesehenen öffentlichen Friedhöfen bestattet werden dürfen. 
  • Zudem hat man die Wahl zwischen unterschiedlichen Bestattungsarten. Die üblichste ist die Beerdigung auf Friedhöfen. Auch nach Feuerbestattungen kann man die Asche des Verstorbenen mit oder ohne Urne auf einem Friedhof besetzen lassen. Ansonsten kann sie auch im Rahmen einer Naturbestattung dem natürlichen Kreislauf zugeführt werden, beispielsweise durch Ausstreuung ins Meer.

Die Bestattung als Ritual

  • Psychologisch gesehen, hat die Bestattung abgesehen vom praktischen Aspekt eine sehr wichtige Bedeutung, und ist daher auch in ihren unterschiedlichen Formen ein wichtiger Bestandteil jeder Kultur. Es handelt sich dabei um ein Ritual der Abschiednahme, das in sehr unterschiedlichen Handlungen zelebriert wird. 
  • Dazu gehört zum Beispiel das Aufbahren des Toten, auf den die Trauergäste einen letzten Blick werfen können um sich zu verabschieden. In Deutschland darf dies nur in bestimmten Schauräumen geschehen. Danach wird der Sarg verschlossen zum Grab getragen. In anderen Ländern dagegen, wie in Russland, darf der offene Sarg bis zum Grab begleitet werden.
  • Schließlich wird bei uns traditionell eine Trauerede gehalten, in der in abschließenden Worten vom Toten Abschied genommen wird. Ein gemeinsames Essen der Trauernden nach der Bestattung, um dem Toten zu gedenken, ist ebenfalls ein häufig praktiziertes Ritual.

Die Finanzierung der Bestattung

  • Ein unangenehmer Punkt ist die Finanzierung und vor allen Dingen, wer dafür zuständig ist. In den meisten Fällen ist es der Erbe, der für die Kosten aufkommen muss. In Deutschland gilt nämlich die Kostentragungspflicht. 
  • Demnach müssen demjenigen die Kosten erstattet werden, der die Bestattung beziehungsweise Beerdigung veranlasst. Dies kann eben privat-rechtlich der Erbe sein, oder öffentlich-rechtlich das kommunale Ordnungsamt bei einer Ersatzvornahme.