Bestimmungen zum Feuerschutz

Man kann sich anhand unterschiedlicher Quellen über den Feuerschutz informieren. Dabei muss man zwischen zwei Arten von Brandschutz unterscheiden.


Die Vorschriften über den Feuerschutz (Brandschutz) finden sich in den Landesbrand-schutzgesetzen, den Landesbauordnungen, den ergänzenden baurechtlichen Verordnungen und den technischen Ausführungsvorschriften (Verwaltungsvorschriften und DIN-Normen). Man unterscheidet dabei den abwehrenden (repressiven) und den vorbeugenden (präventiven) Feuerschutz.

I . Abwehrender Brandschutz
Die Vorschiften über den abwehrenden Feuerschutz regeln, welche Vorkehrungen die Gemeinden als Träger der Feuerschutzaufgabe treffen müssen, damit sie für Gefahren- und Schadensfälle gewappnet sind. Insbesondere wird für den Einsatzfall vorgegeben, welche Mindestpersonalstärke und welche technische Mindestausstattung die Feuerwehren einhalten müssen. Ferner wird in Verwaltungsvorschriften, den sog. Feuerwehrdienstschriften (FwDV), geregelt, wie sich die Einsatzkräfte im Falle der Brandbekämpfung und bei der Hilfeleistung in Unglücks- oder Notstandsfällen zu verhalten haben.

II. Vorbeugender Brandschutz
Der vorbeugende Feuerschutz beschreibt Vorkehrungen, damit die Brandentstehung möglichst vermieden wird beziehungsweise der Umfang eines Schadens möglichst gering bleibt. Jeder Bauherr muss durch geeignete bauliche und organisatorische Maßnahmen die Entstehung oder Ausbreitung eines Feuers vermeiden und Möglichkeiten zur Rettung von Menschen und zur gezielten Bekämpfung von Bränden schaffen. Die Landesbauordnung schreibt deshalb vor, dass bauliche Anlagen so beschaffen und für ihre Benutzung geeignet sein müssen, dass der Ausbreitung von Feuer und Rauch und der Entstehung eines Brandes vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Mensch und Tier sowie wirksame Löschmaßnahmen möglich sind. Für Spezialbauwerke wie Versammlungsstätten, Verkaufsstätten, Garagen oder Schulen werden diese Anforderungen nach Maßgabe des jeweiligen Landesrechts konkretisiert in einer Versammlungsstätten-, Verkaufsstätten- oder Garagenverordnung bzw. Schulbaurichtlinie. Für alle baulichen Anlagen gilt grundsätzlich, dass in jedem Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Fluchtwege für jede Nutzungseinheit mit mindestens einem Aufenthaltsraum vorhanden sein müssen.