Besuch im Sonnenstudio - den Wellnesseffekt optimal nutzen

Ein Besuch im Sonnenstudio kann gerade in den Wintermonaten eine wahre Wohltat sein, doch lassen Sie sich ausführlich beraten. Gerade Anfänger machen viele Fehler.


Während die medizinische Behandlung von Hauterkrankungen einer strengen ärztlichen Kontrolle unterliegt, kann jeder den Besuch im Sonnenstudio auch individuell für sich gestalten. Besonders Anfänger neigen jedoch dazu, Fehler zu begehen, die unter Umständen den Wellness- und Gesundheitseffekt zunichte machen können. Vorzeitige Hautalterung, Verbrennungen und allergische Reaktionen sind nur einige der Schlagworte, die viele Menschen vor einem Solariumsbesuch abschrecken.

Die vier Hauttypen
Da die Zeitdauer und Stärke der Besonnung vom Hauttyp abhängt, sollte vor dem ersten Solariumbesuch der eigene Hauttyp bestimmt werden. Folgende vier Hauttypen werden in Mitteleuropa unterschieden. Der „keltische Typ“ hat auffallend helle Haut und Augen, meist rötliche Haare und Sommersprossen, wobei er fast immer einen Sonnenbrand bekommt und selten braun wird. Für diesen Hauttyp I ist das Solarium nicht geeignet. Der „hellhäutige europäische Typ“, Hauttyp II, ist an seinen blonden Haaren und blauen oder grünen Augen zu erkennen. Obwohl auch er schnell einen Sonnenbrand bekommt, wird er bei wiederholter Bestrahlung mäßig braun. Hauttyp III ist der „dunkelhäutige europäische Typ“.Er bekommt selten einen Sonnenbrand, wird jedoch mit seiner dunkleren Haut und den dunkelblonden bis braunen Haaren bei Sonnenbestrahlung fortschreitend braun. Der letzte der Typen ist mit seinen braunen Augen und Haaren der „Mittelmeer-Typ“, dessen von Natur dunklere Haut schnell und deutlich bräunt. Bei diesem Hauttyp IV besteht kaum die Gefahr eines Sonnenbrandes. 

Medikamente und Kosmetika
Da Medikamente die Hautreaktionen beeinflussen können, ist ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt über eventuelle Nebenwirkungen der Arznei wichtig. Vor der eigentlichen Bestrahlung sind Schmuck und Make-up zu entfernen und auf den Gebrauch von Hautcremes, Lotionen und Parfums mindestens schon eine Stunde vorher zu verzichten. Neben der Störung des Bräunungseffektes können allergische Reaktionen auftreten, die im schlimmsten Fall bleibende Hautschäden hinterlassen. Um die Augen zu schützen, muss eine spezielle Brille getragen werden, deren Ziel es ist, die ultraviolette Strahlung herauszufiltern.

Wie oft darf eine Bestrahlung erfolgen?
Für jeden Hauttyp gilt, dass der Besucher des Studios sich an dem Tag der Bestrahlung nicht nochmals einer intensiven Sonnenstrahlung aussetzt. Dieses Zuviel könnte unter Umständen zu Verbrennungen führen. Für die Anzahl der Solariumbesuche gilt die Faustregel: Einmal pro Woche ist genug und nicht öfter als 50-mal im Jahr.

Neben dem schon erwähnten Hauttyp I sollten Personen unter 18 Jahren nicht ins Solarium gehen. Personen mit vielen Muttermalen sollten ebenfalls von einem Besuch im Sonnenstudio absehen und Menschen mit auffälligen Hauterscheinungen sollten das Solarium erst nach Absprache mit dem Arzt aufsuchen um die Solariumsbesuche optimal auf ergänzende Behandlungskonzepte abzustimmen.

Woran erkennt man ein gutes Sonnenstudio?
Die Beratung und der Service ist ein wichtiger Punkt für die Auswahl des richtigen Anbieters. In einem gut geführten Sonnenstudio kann das Personal den Hauttyp bestimmen und eine Beratung durchführen. Hier werden die Kunden- auch ohne vorherige Nachfrage- auf eventuell bestehende Hautprobleme und Medikamenteneinnahme angesprochen. Eine Sonnenschutzbrille sowie die genaue Gebrauchsanweisung und die Sicherheitsbestimmungen für den Gebrauch des Gerätes sollten in jeder Kabine vorhanden sein.

Neben Service und Beratung ist natürlich der Zustand der Sonnenliegen von entscheidender Bedeutung. Seit das Bundesamt für Strahlenschutz im Juni 2003 Kriterien für Solarien herausgeben hat, kann sich jedes Sonnenstudio zertifizieren lassen. Diese Zertifizierung wird für fünf Jahre vergeben und umfasst neben der Beurteilung der Strahlungsintensität und Sicherheit der Sonnenbänke auch die hygienischen Bedingungen der Räumlichkeiten.

Leider nehmen viele Studiobetreiber diese freiwillige Zertifizierung nicht in Anspruch. Auch gibt es noch immer Studios mit Münzgeräten, bei denen kein Personal anwesend ist. Obwohl hier natürlich ein kostengünstige Variante für die Bräunung angeboten wird, ist es ratsam ein gut geführtes, zertifiziertes Sonnenstudio mit geschultem Personal aufzusuchen.