Betonbeschichtung dient dem Schutz der Oberfläche gegen Verwitterung und Schäden durch Umwelteinflüsse. Sie wird aber auch zur Verbesserung der Oberflächeneigen- schaften und der Optik sowie der abschließenden Behandlung nach einer Betonsanierung eingesetzt. Eine richtig aufgebrachte Betonbeschichtung hat wesentlichen Einfluss auf die Beständigkeit und Abriebfestigkeit der Betonoberfläche. Die Ausgangssituation und das Ziel der Beschichtung entscheiden über die Auswahl des geeigneten Materials. Eine Betonbeschichtung soll dicht und ausreichend beständig gegenüber Umweltbelastungen, zugleich wasserdampfdurchlässig, wasch- und scheuerbeständig sein. Die Oberfläche darf nach dem Trocknen nicht kleben.
Eine Übersicht der Beschichtungsarten
Betonbeschichtungen bestehen grundsätzlich aus Bindemittel, Füllstoffen, Pigmenten und Lösemittel. Abhängig von den jeweiligen Masseanteilen wird zwischen Imprägnierung, Lasur, Anstrichstoff und Zweikomponentenanstrichstoff unterschieden. Imprägnierungen auf Silikon- oder Silanbasis sind für eine Verfestigung der Oberfläche geeignet und machen sie wasserabweisend. Lasuren mit Silikatfarbe dienen der Versiegelung und Stabilisierung der Oberfläche. Sie bilden einen geschlossenen Film, der als Sperrschicht gegen Feuchtigkeit wirkt. Anstrichstoffe sind deckende Kunststoffdispersionen auf Basis von gelösten Polymerisatharzen, Silikatfarben oder Kunstharzdipersionen. Kunststoffdispersionen sind wasserlöslich und ergeben matt bis seidig glänzende Oberflächen. Sie werden im gebrauchsfertigem Zustand angeboten. Zweikomponentenanstrichstoffe bestehen aus Harz und Härter. Epoxidharzlacke sind besonders für Beschichtungen auf stark beanspruchten Flächen geeignet.
Die richtige Ausführung einer Betonbeschichtung
Die sorgfältige Vorbehandlung des Untergrundes ist eine wesentliche Voraussetzung für eine dauerhafte Verbindung zwischen Beschichtung und Beton. Lose und abblätternde Teile müssen entfernt werden. Die Oberfläche muss fettfrei, trocken und sauber sein. Auch bereits vorhandene Anstriche sind soweit zu entfernen, dass eine ausreichende Haftung gewährleistet ist. Stark saugende oder sandende Untergründe sollen mit einem Tiefengrund vorbehandelt werden. Grundierungen werden bei Anstrichstoffen verwendet, um die Beschaffenheit der Oberfläche auszugleichen. Vorhandene Unebenheiten machen das Aufbringen einer Ausgleichsmasse erforderlich. Neu hergestellte Betonflächen sollten frühestens nach 4 bis 6 Wochen beschichtet werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Temperatur der Luft und des Untergrundes über 5 Grad Celsius liegen. Die Beschichtungen sind vor dem Auftragen gründlich aufzurühren, um die Zusammensetzung und Pigmentverteilung zu vereinheitlichen. Vor Beginn der Arbeiten sollten immer die Verarbeitungshinweise des Herstellers beachtet werden. Die Betonbeschichtung erfolgt in mehreren Arbeitsschritten. Für die erste Schicht wird ein um 10 bis 20 Prozent verdünnter Anstrichstoff gleichmäßig aufgerollt oder gestrichen. Nach ausreichender Trocknungszeit kann die zweite gegebenenfalls auch die dritte Schicht aufgetragen werden. Die frische Betonbeschichtung ist vor Regen und starker Sonneneinstrahlung zu schützen.