Betriebsergebnis berechnen - BWL leicht gemacht

Wenn man einmal dahintergeblickt hat, ist es gar nicht mehr so schwierig, das Prinzip der Betriebsergebnisrechnung zu verstehen.


Am Jahres- oder Periodenende will jeder Unternehmer gerne wissen, wie erfolgreich das letzte Geschäftsjahr insgesamt für ihn ausgegangen ist. Daher muss er das Betriebsergebnis berechnen. Aufwendungen und Erträge, die ursprünglich der Erfüllung des Unternehmenszweckes (bei Industriebetrieben ist dies die Lagerung, Herstellung und der Verkauf von Gütern) dienen, werden in der Kosten- und Leistungsrechnung erfasst.

Berechnung des Betriebsergebnisses – Schritt für Schritt
Erwirtschaftet also beispielsweise ein Hersteller von Kosmetikartikeln noch Einkommen durch Aktiengeschäfte, so darf er dieses zusätzliche Einkommen nicht zu seinen betrieblichen Erträgen zählen, da sie nicht mit dem Kerngeschäft des Unternehmens in Verbindung gebracht werden kann. Diese Beträge, wie zum Beispiel Erträge aus Aktiengeschäften, werden als neutrale Erträge, beziehungsweise neutrale Verluste bezeichnet. Die betrieblichen Aufwendungen (Kosten) wie Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, oder Betriebsstoffe und betriebliche Erträge (Leistungen), wie zum Beispiel Umsatzerlöse aus dem Verkauf von eigenen Erzeugnissen die zum Unternehmensziel beitragen, stehen sich gegenüber. Subtrahiert man also die Summe aller betrieblichen Aufwendungen, beziehungsweise Kosten von der Summe aller betrieblichen Erträge, also Leistungen, so erhält man das Betriebsergebnis. Bei der Berechnung werden die Werte, die aus der Gewinn- und Verlustrechnung hervorgehen, berücksichtigt.

Bewertung des Ergebnisses
Hat man also die betrieblichen Erträge um die betrieblichen Aufwendungen vermindert, sollten die Leistungen im besten Fall größer sein, als die Kosten. So ist gewiss, dass alle Kosten gedeckt sind und auch ein Gewinn aus der Unternehmenstätigkeit hervorgeht. Dieses Unternehmensergebnis wird bei Kapitalgesellschaften auch als Jahresüberschuss bezeichnet und ist natürlich der Idealfall für jeden Unternehmer. Ist das Betriebsergebnis jedoch negativ, sind die betrieblichen Aufwendungen höher also die Erträge und somit entsteht ein Verlust (bei Kapitalgesellschaften Jahresfehlbetrag).

Gute Planung ist alles
Um ein möglichst hohes, positives Ergebnis zu erzielen, sollte also schon von Anfang an darauf geachtet werden, inwieweit die Kosten gedeckt werden können. Nur wer strategisch und gut überlegt ein Unternehmen führt, ist in der Lage, in der heutigen Zeit auf Dauer erfolgreich am Markt mithalten zu können und nicht sofort von der möglicherweise starken Konkurrenz ausgeschaltet zu werden. Ein positives Betriebsergebnis hängt demnach stark von guter Beobachtung der Konkurrenz, einer erfolgreichen Unternehmensstrategie und Erfahrung am Markt ab.