Bettdecken mit synthetischer Füllung

Bettdecken mit Fasermaterialien wurden in den letzten Jahren technisch verfeinert, wodurch die Produkteigenschaften von Kunstfasern (Synthetiks) steigen konnten.


Bei synthetischen Fasern lassen sich grundsätzlich drei Typen unterscheiden: Hohlfasern mit einer Kammer in ihrem Kern, Vollfasern ohne Loch im Faserkern sowie Hochbauschfasern. Die Hohlfasern sind weich und leicht. Zudem zeichnen sie sich durch ein hohes Bauschvolumen, guten Feuchtigkeitstransport und gute Luftzirkulation aus. Sie sind Spezialfasern, die für Bettdecken und Kissenfüllungen entwickelt wurden.

 

Die Vollfasern charakterisiert ein geringerer Feuchtigkeitstransport und die Luftzirkulation ist weniger effizient. Man findet sie in sehr preisgünstigen Produkten. Hochbauschfasern sind Vollfasern mit einer intensiven Kräuselung und haben daher eine besonders hohe Bauschkraft. Sie liegen in der Qualitätsabstufung zwischen den ersten beiden Faserarten: Sie transportieren die Feuchtigkeit nicht ganz so gut wie Hohlfasern, aber besser als Vollfasern.

Faser ist nicht gleich Faser
Die Fasermaterialien wurden in den letzten Jahren technisch verfeinert, wodurch die Produkteigenschaften von Kunstfasern (Synthetiks) steigen konnten. Für gute synthetische Faserfüllungen werden überwiegend Hohlfasern aus Polyester verarbeitet. Normalerweise nehmen synthetische Fasern im Vergleich zu Daunenprodukten die Feuchtigkeit schlecht auf, die zusammen mit der Körperwärme des Schlafenden durch die Bettdecke entweicht. Deshalb müssen diese Füllungen besonders locker und bauschig sein. Bei den qualitativ hochwertigen Produkten wird die Eigenschaft der Feuchtigkeitsaufnahme deutlich verbessert, parallel auch die Atmungsaktivität. Die besten Produkte sind bauschiger und daunenähnlicher. Obwohl es sehr schwer ist den Wärme-Gewichtsvorteil des Naturproduktes Daune auf synthetische Fasern zu übertragen, sind die neuen Fasern leicht und halten enorm warm.

Gute Produkteigenschaften für einen guten Preis
Laut Tests bleiben die Produkteigenschaften auch nach langem Gebrauch immer noch erhalten. Dadurch werden diese Produkte pflegeleichter und gut waschbar, bis teilweise 95 Grad Celsius. Ein Vorteil der Synthetikprodukte gegenüber den Naturprodukten liegt in ihren vergleichbar preisgünstigen Anschaffungskosten. Sie liegen durchschnittlich zwischen 70 und 130 €, während man für Oberbetten mit 90 Prozent Daunen und mehr zwischen 200 bis 300 € ausgeben muss.

Synthetikfüllung - Zertifizierte Qualität
Bettdecken mit synthetischen Faserfüllungen sind besser als ihr Ruf. Käufer sollen aber auf jeden Fall vor dem Kauf einer Bettdecke mit synthetischer Füllung auf das Prüfsiegel TÜVdotCOM-schadstoffgeprüft vom TÜV Rheinland achten. Denn sonst kann man nicht erkennen, ob eine synthetische Decke mit Schadstoffen belastet ist. Dieser Siegel garantiert, dass man unbedenklich unter die neue Decke kuscheln kann.

Neue Alternativen für Allergiker
Lange galten Synthetikfasern als die beste Alternative für Allergiker – vor allem, weil sie waschbar- teilweise bis 95 Grad- und trocknergeeignet sind. Heute sind jedoch alle Daunenfüllungen waschbar und laut Studien genauso für Allergiker geeignet. Denn die Betthülle ist meist so dicht gewebt, dass sie für Milben eine unüberwindbare Barriere bildet. Prinzipiell wird Hausstauballergikern empfohlen, selbst auszuprobieren, mit welchem Material sie am besten zurechtkommen. Es gilt allerdings, dass das Bettzeug waschbar sein sollte - alle vier bis sechs Wochen bei mindestens 60 Grad Celsius - oder aber man greift auf Zwischenüberzüge, sogenannte Encasings, zurück.