Hauptsächlich treten Bettwanzen in Ställen oder in Städten auf und vermehren sich besonders schnell in der Nähe von Tauben und deren Brutplätzen. Die Bettwanze, die oft auch Hauswanze genannt wird, ernährt sich vom Blut gleichwarmer Lebewesen. Kommt sie nachts aus ihrem Versteck, sucht sie gezielt nach Menschen, Haustieren und Vögeln. Da sie nach erfolgreicher Suche mithilfe von Geruchsstoffen Artgenossen anlockt, wird aus einer einzigen Bettwanze oft eine Ansammlung, die in der Regel in den Massenbefall ausartet. Hinzu kommt, dass Bettwanzen äußerst hartnäckige Störenfriede sind. Neben ihrer Unempfindlichkeit bei selbst starker Kälte, können sie bis zu 40 Tage ohne jegliche Nahrungsaufnahme auskommen.
Eigenschaften
Eine ausgewachsene Bettwanze ist so dünn wie ein Blatt Papier und erreicht eine Körpergröße von höchstens fünf Millimetern. Das Gewicht der Tiere kann sich auf das Siebenfache erhöhen, wenn eine ausreichend große Menge Blut aufgenommen wurde. Die Farbe der Wanzen gleicht einem rötlichen Braun und oft weist das Insekt eine feine Behaarung auf. Es dauert rund zehn Minuten bis die Wanze mit ihrem Stich- und Saugrüssel genügend Blut aufgesaugt hat. Neben ihrer Ausdauer was das Hungern und die Kälte betrifft, sind Bettwanzen auch relativ flink, denn sie können in einigen Minuten mühelos bis zu acht Meter zurücklegen. Die Stiche auf der Haut treten meistens in Reihenform auf und lösen einen zeitlich etwas verzögerten Juckreiz aus.
Bekämpfung
Die Wanzen werden fast ausschließlich mit Insektiziden bekämpft. Ein professioneller Schädlingsbekämpfer sprüht das Mittel in alle für ihn erreichbaren Ritzen und Verschalungen. Ein einmaliger Einsatz reicht oftmals nicht aus und die Prozedur muss wöchentlich wiederholt werden. Da die Tiere zwar gegen Kälte, aber nicht gegen starke Hitze immun sind, wird in manchen Fällen die Temperatur in der gesamten Wohnung mithilfe eines Ofens auf etwa 55 Grad Celsius erhöht. Diese Bekämpfungsmethode wird auch Wärmeentwesung genannt. Bettwanzen können nur mit ausreichender Hygiene und sauber verputzen Fugen und Fußböden vermieden werden. Ältere Wohnräume mit viel Raum für Verstecke zur Eiablage sind besonders anfällig für Insektenbefälle. Die Bettwanzen können sich allerdings auch über Sportumkleiden, Hotelzimmer oder alte Möbelstücke in die menschliche Wohnung einschleichen.