Betty und ihre Schwestern - Eine Filmkritik

„Betty und ihre Schwestern“ erschien zuletzt im Jahre 1994 und basiert auf dem bereits 1868 erschienen Roman „Little Women“. Insgesamt wurde der Film elf Mal verfilmt.


„Betty und ihre Schwestern“ avancierte im Jahr seiner Erscheinung zum erfolgreichsten Jugendroman in englischen Literatur. Er wurde in insgesamt 30 Sprachen übersetzt und zählt zu der empfohlenen Literatur für junge Mädchen. Die bekannteste Filmproduktion ist wohl die von 1933 mit Katharine Hepburn in der Hauptrolle.

Die Handlung von „Betty und ihre Schwestern“
Der Film „Betty und ihre Schwestern“ spielt in Massachusetts gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Familie March lebt hier in sehr bescheidenen Verhältnissen, während der Vater im Amerikanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Nordstaaten kämpft. Die Mutter kümmert sich in der Zeit liebevoll um den Haushalt und die vier Töchter. Jede der Töchter hat so ihre eigenen Probleme. Die älteste Tochter Meg bereitet sich auf den Debütantinnenball vor, bei dem sie in die Gesellschaft eingeführt werden soll. Die zweitälteste Tochter Jo träumt von einer Karriere als Schriftstellerin. In ihrer Freizeit schreibt sie schon die ersten Romane. Die vorletzte Tochter Betty ist ein gutmütiges Mädchen, das sehr schüchtern ist. Ihre ganze Zeit widmet sie dem Klavierspiel. Das Nesthäkchen ist die eitle Amy, die nur davon träumt, eines Tages einen reichen Mann zu heiraten. Die Familie verbringt trotz der bescheidenen Verhältnisse ein idyllisches Leben in Neuengland. Jo lernt während einer Abendgesellschaft den jungen Laurie kennen. Der junge Mann wird bald in die Riege der Mädchen aufgenommen und erlebt mit ihnen einen schneereichen Winter. Mehrere Schicksalsschläge schweißen die Familie in diesen schweren Zeiten immer fester zusammen. In den Jahren darauf leben sich die Mädchen aber auseinander und jeder verfolgt für sich eigene Wege des Glücks.

Kritiken zu „Betty und ihre Schwestern“
Die letzte Verfilmung mit Winona Ryder in der Hauptrolle übertraf sogar die Adaption von George Cukor aus dem Jahre 1933 zu diesem Thema. Die Hauptkriterien an diesem Film sind das Zusammengehörigkeitsgefühl der Familie im vor-vorigen Jahrhundert und vor allen Dingen die Darstellung der Unabhängigkeit der Frau in dieser Zeit. Die Kritiken zu diesem Film gehen weit auseinander. Einige sagen „Betty und ihre Schwestern“ ist der beste Familienfilm des Jahres, andere wiederum behaupten, dass sich in dem Film bald die gepflegte Langeweile einschleicht. Die Regisseurin Gillian Armstrong hat allerdings ein bezauberndes Werk geschaffen, in dem sie das zeitlose Thema Erwachsenwerden und Familienzusammenhalt detailgetreu der Romanvorlage nachempfunden hat.