Bewerbung im sozialen Bereich - worauf achten?

Nützliche Informationen und Hilfestellung bei dem Verfassen einer Bewerbung im sozialen Bereich


Insbesondere im sozialen Bereich ist der Bedarf an Personal in den letzten Jahren massiv gestiegen. Vor allem qualifizierte Arbeitskräfte werden benötigt, die das notwendige Fachwissen mitbringen, um zu fordern und zu fördern. Eine Bewerbung im sozialen Bereich sollte gerade deswegen möglichst individuell gestaltet werden, um sich von der Masse der Mitbewerber abzuheben.

Was soll in das Anschreiben bei einer Bewerbung im sozialen Bereich?
Wie bei allen Bewerbungen sollte auch eine Bewerbung im sozialen Bereich grammatikalisch und orthografisch einwandfrei sein. Zudem ist das Anschreiben die erste Kontaktaufnahme mit Ihrer künftigen Arbeitsstelle. Versuchen Sie also, sich möglichst direkt auf die anfallenden Tätigkeiten zu beziehen. Als Beispiel für eine Bewerbung als Erzieher in einer Kindertagesstäte: „Die anfallenden Tätigkeiten in diesem Bereich, wie zum Beispiel die Schulung von Grob- und Feinmotorik oder auch die sprachliche Förderung, haben mir in meiner Ausbildungszeit sehr viel Freude bereitet“. Anstatt: „Die Arbeit mit Kindern macht mir Spaß“. Der Arbeitgeber soll merken, dass Sie qualifiziert und motiviert sind, er möchte keine Phrasen hören. Drücken Sie sich also klar und deutlich aus, vermeiden Sie Formulierungen im Konjunktiv, da diese schnell den Eindruck erwecken, Sie seien unsicher. Ebenso sollten Sie sich bereits im Vorfeld informieren, welche Aufgaben in diesem Unternehmen in ihren Tätigkeitsbereich fallen. Erwähnen Sie gleichzeitig ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement, ohne zu bescheiden zu sein, aber auch ohne etwas zu erfinden.

Was ist bei einer Bewerbung im sozialen Bereich außerdem zu beachten?
Neben den oben genannten Punkten sind vor allem wichtig, dass Sie niemals polizeilich in Erscheinung getreten sind. Oft wird aber, um sich hinsichtlich dieses Punktes abzusichern, nach einem Zeugnis gefragt. Die Bewerbung sollte zudem ein Führungszeugnis ihres alten Arbeitgebers enthalten, aber auch Nachweise über Praktika sowie ehrenamtliche Tätigkeiten, die Sie ausführen. Aufenthalte in psychologischen oder psychiatrischen Anstalten gehören ebenfalls nicht in den Lebenslauf, diese sind irrelevant und besitzen keinerlei Wert für Ihren Arbeitgeber (sofern sie die Krankheit nicht in ihrer täglichen Arbeit einschränkt oder Dritte gefährdet). Eine Bewerbung im sozialen Bereich unterscheidet sich also unwesentlich von der in einer anderen Branche. Zusatzpunkte können durch soziales Engagement gesammelt werden, ebenso wie durch präzises Fachwissen bezüglich des Unternehmens und der dort anfallenden Arbeiten in Ihrem Tätigkeitsbereich.