Bezahltes Auslandspraktikum finden - so wirds was

Es ist schwierig ein bezahltes Auslandspraktikum zu finden, die meisten Unternehmen schätzen zwar den Mitarbeiter, wollen aber nichts bezahlen.


Viele Studenten wissen schon zu Beginn des Studiums, dass sie ein Praktikum im Ausland absolvieren möchten, doch ein bezahltes Auslandspraktikum ist deutlich schwieriger zu bekommen, als ein unbezahltes. Entweder Land, Branche und der Tätigkeitsbereich stimmen oder es sind viele Kompromisse nötig, da bezahlte Praktikumsplätze selten die gewünschten Kriterien erfüllen. Dabei ist ein Auslandspraktikum heute für die Karriere fast schon unumgänglich.

Auslandspraktikum – die richtige Bewerbung macht den Unterschied

  • Wer ein bezahltes Auslandspraktikum machen möchte, sollte als Erstes über seine Qualifikationen nachdenken. Ein angehender Betriebswirt wird sicher keinen bezahlten Praktikumsplatz finden, wenn er sich auf eine IT-Stelle bewirbt oder auf eine im ökologischen Landbau. Es gibt eine Reihe von Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, Praktikumsplätze für Studenten zu vermitteln, die meisten davon sind unbezahlt, einige sogar bezahlt. Gemeinsam ist allen, dass die Agenturen sich ihre Dienstleistung gut vergüten lassen.
  • Ein zeitaufwendiges Unterfangen, dafür aber mit wesentlich besseren Chancen, ist die eigene Suche nach einer Praktikumsstelle bei Firmen im Ausland. Sind die Unternehmen wirklich am Fachwissen eines deutschen Studenten interessiert, bieten sie oftmals nicht nur ein Gehalt, sondern auch Unterkunft, Reisekostenzuschuss und eventuell sogar einen Firmenwagen für die Zeit des Aufenthalts. Je mehr Firmen angeschrieben werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine bezahlte Praktikumsstelle zu bekommen, wer allerdings auf eine bestimmte Branche, ein besonderes Tätigkeitsfeld und/oder ein spezielles Land fokussiert ist, wird sich schwer tun – Flexibilität heißt das Zauberwort für ein bezahltes Auslandspraktikum.

Worauf bei einem Auslandspraktikum geachtet werden sollte

  • Wie im Inland, muss auch im Ausland zwischen einem echten Praktikum und einer „Kaffeekochstelle“ unterschieden werden. Es gibt auf der ganzen Welt Unternehmen, die sind der Meinung, ein Praktikant ist ein besserer Hilfsarbeiter und auch nur für entsprechende Tätigkeiten zu gebrauchen – egal ob er Hochschulabsolvent ist oder nicht. Firmen, die echtes Interesse an einem Praktikanten haben, bezahlen dessen Leistungen auch und betrachten ihn nicht als Prestigeobjekt nach dem Motto: „Natürlich haben auch wir Praktikanten“.
  • Ein Praktikum, egal ob im Inland oder Ausland, sollte immer eine Win-win-Situation darstellen, das heißt, dass sowohl das Unternehmen als auch der Praktikant von der Stelle profitieren.
  • Wer für seine Bewerbung für ein bezahltes Auslandspraktikum nur Absagen bekommt, sollte seine Bewerbungsunterlagen überarbeiten und es danach nochmals neu versuchen – eventuell sind die gesetzten Ziele einfach zu eng gesteckt und es fehlt an Flexibilität bezüglich Land, Branche und Tätigkeitsfeld.