Bierwerbung: Die Klassiker

Bierwerbung gehört zu den Klassikern der Werbung auf Plakaten und in Zeitschriften, im Fernsehen und im Kino – einige der Sprüche gingen gar in den Volksmund ein.


Markante Bierwerbung prägte schon in Kindertagen, als die Konsumenten von heute noch gar keinen alkoholischen Gerstensaft zu sich nehmen durften, mit markanten Sprüchen den Werbealltag. Einige davon existieren bis heute in abgewandelter Form, andere sind unvergessen. Im besten Fall wurden die eingängigsten Werbesprüche aus Anzeigen oder Werbespots alltagssprachliches Allgemeingut.

Von „Männer wie wir!“ bis „Sail away!“
Eine Runde Musketiere in historischen Kostümen, Wicküler Bier und der unvergessene, knackige Spruch: „Männer wie wir!“ Die Traditionsbrauerei aus dem Bergischen Land bei Köln wurde mit dem Slogan weltberühmt – heute hat die Marke längst den Besitzer gewechselt und der Musketier-Schlachtruf aus der Werbung ist beinahe bekannter als das Bier. Eine regionale Traditionsmarke war auch das friesische Jever-Bier, das heute deutschlandweit zu den Klassikern der gehobenen Gastronomie gehört. Nicht ganz unschuldig daran ist der Slogan „Wie das Land, so das Jever“, der bis heute in abgewandelter Form für die herbfriesische Marke erfolgreich wirbt. Auch Beck´s wurde durch eine pfiffige Werbekampagne zur Erfolgsmarke: ein grüner Windjammer, kernige Naturtypen, das Gefühl von Freiheit und Abenteuer und das knarzig, auf Englisch intonierte Seemannslied, „Sail away!“ machten die Marke international bekannt. Der Spot für Beck´s wurde bis heute zum Kulthit innerhalb der Bierwerbung.

Ein Hund, alkoholfreies Bier und ein simpler, über 50 Jahre alter, Slogan
Ein Mann, ein Hund, eine Kneipe und alkoholfreies Bier – da fällt automatisch die Marke Clausthaler ein und ein Werbespruch, der zur sprichwörtlichen Redensart wurde: „Nicht immer – aber immer öfter!“ Später wurde der Hund durch eine junge Kellnerin und der Spruch durch einen weniger markanten Satz ersetzt, der neue Spot erreichte jedoch nie die Popularität des Vorgängers. Das Produkt der Frankfurter Binding-Brauerei, die heute zur Radeberger Gruppe gehört, wurde auch durch Werbung zum Synonym für alkoholfreies Bier schlechthin. Das schaffte Bitburger Pils zwar nicht, aber Marktführer der in der Gastronomie ausgeschenkten Fassbiere wurde das Bier aus der Eifel immerhin doch. Der bereits in den 1950er Jahren ersonnene Spruch „Bitte ein Bit“ wurde zum unverwüstlichen Dauerbrenner der Bierwerbung.