Biestmilch: Hilfreich bei Sportlern

Was Neugeborene schützt kann für Erwachsene nicht schädlich sein - Biestmilch beinhaltet Antikörper und viele Nährstoffe, welche besonders für Sportler nützlich sein können


Proteine und ein gesundes Immunsystem sind besonders wichtig für Sportler, da sie ihrem Körper oft extremen Stress aussetzten. Biestmilch bietet eine sinnvolle und gesunde Möglichkeit zu Gesundheits- und Leistungssteigerung. Jedoch besteht die Gefahr von Allergien und Krankheitsübertragung.

Was genau ist Biestmilch?
Als Biestmilch oder Clostrum wird die besondere Milch bezeichnet welche von Säugetieren in den ersten Tagen nach der Geburt eines Babys produziert wird. Sein unterscheidet sich in ihrer Zusammensetzung wesentlich von der normalen Muttermilch. Sie enthält besondere Stoffe, die zur besonderen Ernährung und zum Schutz des Säuglings in den ersten Tagen seines Leben extrem wichtig sind. Da Säuglinge komplett schutzlos und ohne ein effektives Immunsystem geboren werden, werden Antikörper, zur Abwehr von Bakterien, durch die Mutter an das Kind weitergegeben, zuerst über das plazentale Blut, nach der Geburt über die Muttermilch. Nach einigen Tagen beginnt der Säugling seine eigene Darmflora und Immunabwehr aufzubauen. Die Konzentration von Antikörpern in der Muttermilch nimmt somit nach einigen Tagen ab, jedoch nicht völlig. Dies ist auch der Grund, warum Babys, welche nicht mit Muttermilch gefüttert werden, oft an Darmproblemen leiden. Clostrum beinhaltet außerdem Nährstoffe, welchen das Wachstum des Neugeborenen unterstützte.

Wie kann Biestmilch bei Erwachsenen helfen?
Die besondere Funktion von Clostrum ist die Stärkung des Immunsystems. Sie biete zusätzliche Antikörper, welche den Menschen von Innen heraus schützen können. Außerdem hilft es, die Darmflora intakt zu halten und schützt somit auch vor Problemen und Infektionen des Magen-Darm Trakts. Für Sportler sind auch die Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Wachstumshormone interessant, welche auf natürlichem Wege den Muskelaufbau fördern und Leistungssteigerungen ermöglichen. Die im Handel erhältliche Biestmilch wird von Kühen gewonnen, in den ersten fünf Tagen nach dem Kalben. Sie hat eine leicht gelbliche Farbe, dass sie unter anderem noch Blut enthält. Es wird zwischen europäischer und neuseeländischer Milch unterschieden, wobei die in Europa gewonnene Milch hochwertiger zu sein scheint, da öfter und kontrollierter gemolken wird. Gefahren von Biestmilch liegen in der möglichen Immunreaktion gegen die fremden Antikörper und auch in der Übertragung von Viehkrankheiten auf den Menschen. Diese ist jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt.