Big Five - Hilfe zur Selbsterkennung mit dem Persönlichkeitsmodell

Kennen Sie schon das Fünf-Faktoren Modell der Persönlichkeitspsychologie? In den USA ist das Big Five Persönlichkeitsmodell schon seit Jahren stark vertreten.


Während es dem Einem nichts ausmacht, große Reden vor vielen Menschen zu schwingen, ist der Andere eher verkrampft und unsicher. Während manche unbeschwert durch das Leben gehen, grübeln die anderen über ihre Probleme und Missgeschicke. Was ist es eigentlich, was uns von anderen Menschen unterscheidet und unser Verhalten bestimmt?

Big Five – was ist das?
Seit der Entstehung der Psychologie beschäftigen sich die Menschen mit den Wurzeln der Persönlichkeit eines Menschen. Das Fünf-Faktoren Persönlichkeitsmodell (FFM) scheint nun neue Antworten zu liefern, denn es ermöglicht eine fundierte Analyse des Persönlichkeitsprofils eines Menschen. Dabei meint der Begriff Big Five die klassische psychologische Aufteilung in fünf mögliche Persönlichkeitstypen, die zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen eines Menschen unterscheiden. So kann differenziert werden zwischen

  • Sozialer Verträglichkeit – wie gut kann sich die Person dem Umfeld anpassen?
  • Extraversion – wie sehr kann eine Person aus sich herausgehen?
  • Gewissenhaftigkeit – wie fokussiert geht eine Person ihrer Arbeit nach?
  • Offenheit für neue Erfahrungen – wie geht eine Person mit Veränderungen um?
  • Emotionaler Stabilität (Neurotizismus) – wie emotional reagiert die Person?

Das Modell basiert auf der Annahme, dass sich die entsprechenden Persönlichkeitsmerkmale in der Sprache eines Menschen widerspiegeln. Dementsprechend gibt es zahlreiche verschieden aufgebaute Persönlichkeitstests, die ermitteln sollen, um welchen Typ Mensch es sich handelt.

Beruf und die Persönlichkeit
Das Fünf-Faktoren Modell stellt insbesondere in beruflicher Hinsicht eine Neuerung dar: Personalchefs machen sich längst die auf dem Big Five Prinzip basierende Potentialanalyse (Workplace Big Five) zu Nutze um zu überprüfen, ob ein Bewerber zu einem Unternehmen passt oder nicht. Die Bewerber werden somit auf ihre Teamfähigkeiten, Führungsqualitäten, möglichen Konfliktpotentiale oder auf ihren Coachingbedarf analysiert. Zunächst war diese Methode der „Einstufung“ von Bewerbern hauptsächlich in den USA vertreten, gewinnt aber neuerdings auch im deutschen Raum zunehmend an Akzeptanz.

Ein persönlicher Einstufungstest kann natürlich auch jedem selbst weiterhelfen. Nicht nur lernt man auf diese Weise sich selbst einzuschätzen, sondern auch die Personen im eigenen Umfeld. Zu wissen, wer man ist, was man kann und was das eigene Verhalten ausmacht kann vor allem bei der Jobsuche hilfreich sein.