Bildgebende Verfahren: ins Körperinnere sehen

Bildgebende Verfahren sind Möglichkeiten, auf den ersten Blick nicht-Sichtbares zu visualisieren. Die bekanntesten sind MRT, CT und Ultraschall.


Liegt der Verdacht auf eine Krankheit oder einer Abnormität des Gewebes wie Krebs vor, ist es besser, diesen Verdacht durch Untersuchungen zweimal auszuschließen, als etwas zu übersehen. Aus diesem Grund wird in der Medizin nicht nur ein Verfahren angewandt, sondern gleich viele verschiedene, denn jede Untersuchungsmethode lässt ein anderes Bild auf den Zustand von Körper, Organe und Gewebe zu. Dabei spielen besonders bildgebende Verfahren eine große Rolle, um den Einblick auf das Aussehen sowie die Funktion von nicht-sichtbaren körperlichen Teilen zu ermöglichen.

Gängige bildgebende Verfahren in der Diagnostik sind:

  1. Sonografie (Ultraschall) 
  2. Endoskopie (Spiegelung)
  3. Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)
  4. Computer-Tomographie (CT)

Geschichte
Auch hier wurden die bildgebende Verfahren nicht im ersten Sinn für die Medizin entwickelt. Das erste und älteste bildgebende Verfahren stellt die Lochkamera dar, die bereits im 13. Jahrhundert erfunden wurde, um Sonnenflecken zu beobachten.Die nächsten Verfahren wurden erst im 17. Jahrhundert entwickelt – Fernrohr und Mikroskop waren Meilensteine in Forschung und Technik. Erst 1895 wurde ein Verfahren entwickelt, das für die medizinische Diagnostik von großer Bedeutung war und unglaubliche medizinische Möglichkeiten zuließ. Aufnahmen vom Inneren des Körpers waren nun dank Röntgenstrahlen möglich. Endoskopie, CT und MRT sind im Gegensatz zu den anderen Verfahren relativ jung und wurden erst mit der zunehmenden Technisierung und Computerspezialisierung erfunden.

Sonografie
Sonographie oder auch umgangssprachlich Ultraschall genannt, wird in der Medizin eingesetzt, um Gewebe des Menschen zu untersuchen. Diese werden bildlich dargestellt, indem der Schallgeber Ultraschallwellen in den Körper sendet, die dann von dem Gewebe zurück an den Schallgeber reflektiert werden. Am Monitor erscheint dann das Bild.

Endoskopie
Die Endoskopie wird auch als Spiegelung bezeichnet. Mit ihr ist es möglich, ohne einen chirurgischen Eingriff, Körperhöhlen und Hohlorgane zu untersuchen. Die gängigsten Endoskopien sind Magen- und Darmspiegelung, die mit Hilfe eines Endoskops, welches mit einem Licht und einer Kamera versehen ist, durchgeführt werden.

Magnet-Resonanz-Tomographie
Diese diagnostische Methode, auch kurz MRT genannt, stellt Funktion und Struktur von Organen und Gewebe des Körpers dar. Das bildgebende Verfahren wird dadurch ermöglicht, dass Magnet- und elektromagnetische Wechselfelder auf bestimmte Körperatome wirken. Diese senden dadurch ein schwaches elektrisches Feld aus, welches dann auf einem Computer dargestellt wird.

Computer-Tomographie
Bei einer Computer-Tomographie oder auch CT genannt, werden Röntgenaufnahmen aus vielen verschiedenen Richtungen gemacht, um ein dreidimensionales Bild des Körpers oder eines bestimmten Abschnittes zu erzeugen. Das Verfahren wird aus diesem Grund auch als schnitt-bildgebendes Verfahren bezeichnet.