Bildungskredit aufnehmen - Tipps für Azubis und Studenten

Um ihr Studium zu finanzieren, müssen viele Studenten einen Bildungskredit aufnehmen – es gibt verschiedene, attraktive Angebote dafür.


Durch die Einführung der Studiengebühren ist eine Ausbildung an einer Hochschule für so manchen Studenten kaum mehr zu bezahlen. Es bleibt ihnen nur die Möglichkeit, sich entweder einen Job zu suchen oder einen Bildungskredit aufzunehmen. Bei einem Nebenjob geht sehr viel Zeit vom Studium verloren. Mit einem Bildungskredit lässt sich die Semesterzahl oftmals deutlich verkürzen, da mehr Freiraum zum Lernen bleibt. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass ein Kredit zurückgezahlt werden muss, dennoch lohnt es sich für die meisten Studenten.

Studienkredite von Banken und Stipendien

  • Wer einen Bildungskredit aufnehmen muss, hat verschiedene Möglichkeiten, diesen zu erhalten. Viele Banken bieten spezielle Darlehen für Studenten mit variablen Zinsen an, was auf den ersten Blick sehr positiv klingt, aber nicht unbedingt vorteilhafter ist.
  • In Zeiten eines Zinstiefs hält sich die Belastung in Grenzen, steigen die Zinsen an, wird sie entsprechend höher. Bei Festzinsbildungskrediten kann der Student wesentlich besser kalkulieren. Allerdings sind viele Banken nicht bereit, auf diesem Weg ein Studium zu finanzieren.
  • Je nach Kreditinstitut beläuft sich die Auszahlung auf 500 bis 1.000 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von in der Regel maximal sieben Jahren. Eines ist fast allen Banken gemein, dass Studenten, die einen Bildungskredit aufnehmen, frühestens ein Jahr nach Studienabschluss mit der Rückführung beginnen müssen und für die Rückzahlung zwischen zehn und zwölf Jahren Zeit haben.
  • Eine Besonderheit der Studiendarlehen stellen Stipendienprogramme dar, bei denen ausgewählte Studenten eine Unterstützung erhalten, die nicht rückzahlbar ist. Über den Erhalt entscheiden die Sponsoren und Hochschulen gemeinsam. Leider seht diese Möglichkeit nur besonders begabten Studierenden zur Verfügung, dennoch sollte jeder Student nachfragen.

Förderprogramme von Bund und Ländern

  • Neben den „normalen“ Banken, können Studenten bei Förderbanken von Bund und Ländern einen Bildungskredit aufnehmen. Die einzelnen Bundesländer verfügen über eigene Bildungskredite mit teilweise sehr attraktiven Konditionen, genauso wie ein Darlehen bei der Deutschen Kreditbank für Studierende im Hauptstudium interessant sein kann. Diese besonderen Fördermittel sind häufig nur mit einer Empfehlung der Professoren erhältlich. Die meisten Studiensekretariate können darüber Auskunft geben. ,
  • Durch das oftmals mit diesen Darlehen verbundene Sondertilgungsrecht hat der Student während des Studiums oder nach Studienende die Chance, sich beim Erhalt einer größeren Geldsumme ohne Vorfälligkeitsentschädigung schneller aus seinen Zahlungsverpflichtungen zu befreien. Das Bundesverwaltungsamt bietet Studenten ebenfalls einen Bildungskredit an, dieser hat allerdings eine Laufzeit von lediglich zwei Jahren, ist auf 7.200 Euro begrenzt und nur für Studenten im Hauptstudium unter 36 Jahren erhältlich.
  • Besonders attraktiv sind die Angebote der KfW-Bank, da diese Förderbank die Studienkredite zu niedrigen Konditionen in Unabhängigkeit vom elterlichen Einkommen, ohne Bonitätsprüfung und ohne Sicherheitsleistungen wie Bürgschaften anbietet. Die Darlehensrückführung richtet sich nach dem späteren Einkommen, sodass der Student nach seinem Abschluss mehr Zeit für die Tilgung hat.