Der Bioland e.V. ist der führende ökologische Anbauverband in Deutschland. Er basiert auf einer Kreislaufwirtschaft, bei der keine synthetischen Pestizide, keine chemisch-synthetische Stickstoffdünger und keine Gentechnik zum Einsatz kommt. Tiere müssen artgerecht gehalten werden und die Lebensmittelerzeugung muss nachhaltig sein – kurzum, ein Bio-Verband wie jeder andere. Oder doch nicht?
Ein großer, alter Verband
Unter Bioland schließen sich sehr viele Betriebe und Partner zusammen. Bisher gibt es 5.000 Bauernhöfe und Produzenten, die sich die Richtlinien von Bioland auf die Fahnen geschrieben haben und nur unter der Anforderung Nachhaltigkeit, Rohstoffe und Lebensmittel produzieren. In Deutschland gibt es außerdem 838 weitere Vertragspartner. Dies sind Bäckereien, Metzgereien, Molkereien, Mühlen und Brauereien, die Bioland Produkte verkaufen, verwenden oder für Bioland Werbung machen. Und das seit nunmehr vielen Jahrzehnten, denn Bioland fand seine ersten Anfänge bereits zum Beginn des 20. Jahrhunderts als die Industrialisierung des Bauernhandwerks mehr und mehr aufkam und die ersten landwirtschaftlichen Betriebe begannen, sich gegen diese moderne Entwicklung – den Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern – zu wehren. Mitte der siebziger Jahre wurde diese Bewegung zum Bioland e.V, der seine Richtlinien immer weiter ausweitet, um eine größtmögliche Naturbelassenheit der Endprodukte zu gewährleisten und die Umwelt somit nachhaltig zu schützen.
Richtlinien und Prüfungsgremien
Das Besondere und beeindruckende an Bioland ist nicht nur das langjährige Bestehen und die Größe des Verbandes. Auch die Richtlinien sind etwas, was diese Öko-Marke auszeichnet. Produkte, Partner und Betriebe, die mit Bioland-Richtlinien arbeiten wollen, müssen sich scharfen Kontrollen unterziehen und viele Voraussetzungen erfüllen, die jeden Bereich des Betriebes oder der Produktion betreffen. Die Vergabe des beliebten Bioland-Warenzeichens wird von anerkannten Kontrollstellen beantragt und die jeweiligen Betriebe streng geprüft. Die Entscheidung darüber, ob das Warenzeichen in Zukunft auf diesen Produkten zu finden sein wird, beschließt ein eigenständiges Gremium.
Einzigartig streng
Die Richtlinien innerhalb von Bioland, an die sich Hersteller und Landwirte zu halten haben, gehen weit über die der EG-Öko-Verordnungen hinaus und sind sehr streng, sodass sich der Verbraucher wirklich auf den ökologischen Gesichtspunkt seines gekauften Produktes verlassen kann. Da die Richtlinien ständig weiterentwickelt werden, erreicht Bioland eine nicht zu vergleichende Aktualität der ökologischen Vorgaben. Im Gegensatz zum deutschen Bio-Siegel beispielsweise baut Bioland genveränderte Produkte nicht im entferntesten an. Das bedeutet für den Landwirt beispielsweise, dass nicht nur er selbst kein genverändertes Futter verwenden darf, sondern auch sein Nachbar nicht. So wird auch die kleine Möglichkeit einer genveränderten Belastung der Rohstoffe und/oder Produkte ausgeschlossen werden kann.
Bioland Produkte finden Sie in Reformhäusern, Drogerien, Lebensmittelmärkten, Hofläden und über Vertriebe im Internet. Informieren Sie sich!