Biologische Prozesse und Rhythmen im menschlichen Organismus

Neben den anatomischen Strukturen laufen in unserem Körper verschiedene biologische Prozesse und Rhythmen ab. Einer dieser Rhythmen ist der weibliche Zyklus.


Erkenntnisse bezüglich biologischer Rhythmen sind oftmals nicht wissenschaftlich belegt. Jeder Mensch hat einen anderen Biorhythmus, demnach laufen auch biologische Prozesse bei jedem Menschen indivuíduell verschieden ab. So ist es beispielsweise zu erklären, dass es Langschläfer und Frühaufsteher gibt. Die inneren Uhren laufen individuell und lassen sich meist schwer beeinflussen.

Die Zeitzentrale im Gehirn
Ein bestimmter Rhythmus bezieht sich immer auf eine bestimmte Zeit. Der Zeitzentrale im Gehirn ist der sogenannte suprachiasmatische Nucleus oder Nucleus supra-opticus. Er ist auf Höhe der Nasenwurzel hinter den Augen positioniert. Diese reiskorngroße Struktur ist über Nervenstränge mit der Zirbeldrüse verbunden. Unter die Aufgaben für diese Drüse fällt unter anderem die Produktion des Schlafhormon Melatonin. Konkret bedeutet das, unsere komplexen Biorhythmen, wie zum Beispiel der Schlafrhythmus, wird vom suprachiasmatische Nucleus gesteuert.

Der Schlaf- und Tagesrhythmus
Das Hormon Melatonin steuert den körperlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Ist unser Melatoninspiegel erhöht, können wir problemlos schlafen. Gegen sechs Uhr am Morgen (konkreter Zeitpunkt individuell) sinkt der Melatoninspiegel. Dadurch steigt unsere Körpertemperatur, unser Puls wird schneller und der Blutdruck steigt an. Gegen sieben Uhr ist der Körper schon weitaus reaktionsfähiger, unter anderem, da es zur Ausschüttung aktivierender Sexualhormone kommt. Um die Mittagszeit ist die Konzentration an roten Blutkörperchen am Höchsten. Das bedeutet, der Körper ist sehr gut mit Sauerstoff versorgt. Puls, Blutdruck und Temperatur haben um die Nachmittagszeit (ca. 16.00Uhr) ihren maximalen Anstiegspunkt erreicht. Gegen 18 Uhr ist der Harndrang bei den meisten Menschen besonders groß. Dieser Fakt weißt daraufhin, dass das sich der Körper regeneriert. Der suprachiasmatische Nucleus gibt einige Zeit vor der üblichen Schlafenszeit einen hohen Wert an Melatonin frei. Neben inneren Zeitgebern wie spezielle Hormone gibt es auch äußere Faktoren zum Beispiel Licht.

Biologische Prozesse: Verschiedene Rhythmusarten
Es ist möglich, zwischen drei Rhythmusarten zu unterscheiden. Der Schlaf- und Tagesrhythmus ist zum Beispiel ein klassischer circadianer Rhythmus. Auch die Bildung von Serotonin unterliegt diesem Rhythmus. Der circadiane Rhythmus bezieht sich auf einen Tagesablauf – ein ähnlicher Zustand ist zu einer ähnlichen Tageszeit festzustellen. Der ultradiane Rhythmus bezieht auf Perioden, die sich im 90-Minutentakt wiederholen. Diese Rhythmik ist bei Funktionsabläufen unserer Atmung zu beobachten. Eine weitere Rhythmusart ist der infradiane Rhythmus. Die Zeiträume beziehen sich entweder auf einen Monat oder auf ein ganzes Jahr. Der weibliche Zyklus der Frau ist das bekannteste Beispiel für einen infradianen Rhythmus.