Bitumenkleber entfernen - Tipps

Beseitigen Sie mit lösungsmittelfesten Handschuhen, zwei Lappen und einfachem Benzin oder Entölerpaste spielend leicht hartnäckigen Bitumenkleber.


Erdpech heißt Bitumen übersetzt, der Begriff kommt aus dem lateinischen. Bitumen kann natürlich vorkommen, aber auch künstlich hergestellt werden. Das künstlich gewonnene Bitumen entsteht bei der Herstellung von Benzin als Gemisch aus Erdöl und anderen organischen Stoffen. Bitumen verhält sich klebrig und ist abdichtend. Es ist zudem nicht flüchtig. Besonders wegen seiner abdichtenden Eigenschaften wird Bitumen als Dicht- und Klebemittel gerne an Haus, Dach oder Keller verwandt. Manchmal werden dabei leider Böden unterschiedlichster Art im Innen- und Außenbereich verschmutzt. Besonders gefürchtet sind die Flecken des Bitumenklebers auf Marmor-, Naturstein- oder etwa Holzböden. Oftmals sind diese Flecken dem Hausbesitzer aber auch auf dem Betonboden, der Garage oder Terrasse, auf Außentreppen oder Plattenbelägen ein Dorn im Auge. Damit das Herz des Hausbauers wieder lachen kann, muss also schnellstens Abhilfe geschafft werden. Bei Estrichen können Sie den Bitumenkleber oder anders entstandene Bitumenflecken ganz einfach, beispielsweise mit einem Bohrhammer, abtragen. Die dann entstandenen Löcher können Sie problemlos mit Estrich-Reparaturstoffen ausbessern.

Bei anderen Bodenbelägen gehen Sie zur Beseitigung des Bitumenklebers wie folgt vor
Zur Beseitigung dieser schändlichen Bitumenkleber-Reste oder -Flecken, können Sie nun teure Speziallösemittel, so genannte Entölerpasten, aus dem Fachhandel besorgen oder aber einfacher und bedeutend preiswerter auf Benzin zurückgreifen. Benzin verhält sich dem Bitumen oder Bitumenkleber gegenüber gut lösend, da Bitumen, wie schon oben beschrieben, bei der Benzinherstellung entsteht und somit das Benzin das höherwertige Produkt ist.

Nicht nur das Benzin, auch die Speziallösemittel sind leicht entzündlich
Also sollten Sie bei der Verarbeitung die Sicherheitshinweise genau beachten. Führen Sie die Arbeiten nur in gut belüfteten Räumen durch. Während der kurzen Trocknungszeit besteht Brand- und Explosionsgefahr. Vermeiden Sie also offenes Feuer, genauso wie das Rauchen während der Anwendung. Sie benötigen zwei Lappen und Benzin. Nun tränken Sie den einen Lappen mit Benzin und benetzen damit den Fleck, beziehungsweise die Bitumenkleberreste. So kann das Bitumen gelöst und verflüssigt werden. Mit dem zweiten Lappen entfernen Sie durch Abtupfen das gelöste Bitumen. Sie sollten dabei Reibung vermeiden.

Anwendung von Speziallösemitteln
Bei Speziallösemitteln beachten Sie bitte unbedingt die auf der Packung beschriebene Vorgehensweise, Einwirkungszeit und die Sicherheitshinweise. Achtung: Benzin, wie auch Lösemittel, wirken stark reizend auf die Haut! Nachdem Sie die Bitumenkleber-Flecken erfolgreich beseitigt haben, waschen Sie bitte gründlich Ihre Hände mit Seife und cremen Sie diese anschließend gut ein. Bestenfalls tragen Sie während des Vorgangs lösemittelfeste Handschuhe.