Bitumenschindeln: die Alternative fürs Dach

Bitumenschindeln sind eine moderne, vielseitige und ansprechende Dacheindeckung.


Jedes Haus braucht eine Dacheindeckung, dabei stellen Bitumenschindeln eine Alternative zu den für üblich gebrauchten Dacheindeckungen Ton, Beton oder Schiefer dar. Die Schindeln lassen sich auf alle Dachformen, auch auf einem Runddach, verarbeiten. Sie sind die traditionelle finnische Dacheindeckung. Die kaltselbstklebenden Schindeln lassen sich auch an Wänden verarbeiten. Bitumenschindeln besitzen viele gute Eigenschaften: Sie sind modern, optisch ansprechend, durch die Form- und Farbvielfalt, sicher, einfach in der Handhabung, dauerhaft und schalldämmend. Weiter sind sie witterungsbeständig, schützen vor Hitze, UV-Strahlung, Regen, Schnee und Frost.

Die Bestandteile der Bitumenschindeln
Bitumenschindeln bestehen aus einem Glasfaservlies, das von beiden Seiten mit Bitumen beschichtet ist. Das Glasvlies trägt den Bitumen und gibt den Schindeln Festigkeit, Stabilität und Formbeständigkeit. Auf einer Seite ist eine Deckschicht aus gefärbtem Mineralgranulat aufgetragen. Je nach Hersteller sind verschiedene Farben und Formen erhältlich. Die gängigsten Formen sind zum Beispiel Biberschwanz, Rechteck, Wabe, Trapez oder Dreieck. Durch diese Vielfalt an Möglichkeiten kann sich das Dach in das jeweilige Landschaftsbild einordnen oder besonders individuell hervorheben.

Die Verarbeitung von Bitumenschindeln
Bei der Verlegung von Bitumenschindeln sind die Verarbeitungshinweise der Hersteller zu beachten. Sie lassen sich in einem Neigungswinkel von 15 bis 85 Grad verarbeiten. Die Unterkonstruktion muss gut vernagelt, formstabil, eben, trocken und nagelbar sein. Die Schindeln lassen sich auf einer geschlossenen Dachschalung, auf OSB Platten oder auf einer alten Bitumenbedachung verarbeiten. Durch die Dach-auf-Dach- Deckung werden intensive Abriss- und Entsorgungskosten eingespart. Auf die Unterkonstruktion ist eine Bitumendachbahn faltenfrei anzubringen. Die Dacheindeckung ist von unten nach oben vorzunehmen. Der bei vielen Modellen anheftende Klebestreifen auf der Rückseite besteht aus Bitumenkleber und verbindet sich von allein dauerhaft mit der Unterlage bei Sonneneinstrahlung. Wird bei sehr niedrigen Temperaturen gearbeitet, werden die Schindeln mit einem speziellen Schindelkleber verklebt. In der Regel werden die Schindeln zusätzlich mit vier Nägeln befestigt. Dabei sollten die Nägel sorgfältig verarbeitet werden, damit keine Feuchtigkeit durch ein mögliches Vernageln eindringen kann. Da die Schindeln leicht zu biegen sind, passen sie sich jeder Dachform an. Auch sind sie leicht zu schneiden. Bei der Verarbeitung brechen oder zerreißen sie nicht. Für Randstreifen, Kehlen oder den First gibt es auch ein entsprechendes umfangreiches Zubehörprogramm. Es entsteht ein stabiles Dach mit einer attraktiven Optik für ein Privathaus oder ein gewerblich genutztes Gebäude, Neubau oder Altbau, Gartenhaus oder Carport. Mit der Verarbeitung von Bitumenschindeln führt man auf jeden Fall eine werterhaltende Maßnahme durch.