Blasenkrebs - Erhöhtes Risiko bei Rauchern

Der Blasenkrebs ist ein bösartiger Tumor, der sich in der Harnblasenschleimhaut entwickelt hat. Das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken, ist für Männer größer als für Frauen. Typische Blasenkrebs Symptome gibt es dabei nicht.


Beim Blasenkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der sich in der Harnblasenschleimhaut entwickelt hat. Wobei Männer im Gegensatz zu Frauen ein erhöhtes Risiko haben, an Blasenkrebs zu erkranken. Das Durchschnittsalter der Neuerkrankten liegt zwischen 70 und 73 Jahren. Besonders bei Rauchern wurde ein erhöhtes Auftreten von Blasenkrebs festgestellt. Damit wird der Nikotingenuss bei Männern mit einer 50%tigen Wahrscheinlichkeit als Hauptverursacher des Blasenkrebs angesehen, bei Frauen wird ein Drittel der Blasenkrebserkrankungen auf den Tabakkonsum zurückgeführt. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung von Blasenkrebs sind chemische Substanzen, die in der Öl-, Gummi- und Farbstoffindustrie zum Einsatz kommen, Arsen, Schmerzmittelmissbrauch und auch bestimmte Formen der chronischen Blasenentzündung, die durch Parasiten wie Bilharziose hervorgerufen werden.

Blasenkrebs Symptome
Typische Blasenkrebs Symptome gibt es allerdings nicht, dennoch kann eine Rotfärbung des Urins ein Indiz für die Tumorerkrankung sein. Auch Schmerzen beim Wasserlassen treten vorwiegend im fortgeschrittenen Stadium des Blasenkrebses auf. Daher sollte man bei solchen Beschwerden einen Arzt aufsuchen, damit dieser die Ursache abklären kann. Besonders im fortgeschrittenen Alter sollte jede chronische Blasenentzündung untersucht werden.

Wie wird Blasenkrebs festgestellt?
Zur Diagnose von Blasenkrebs gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei Verdacht wird eine Blasenspiegelung durchgeführt. Dabei wird über die Harnröhre ein Zystokop eingeführt, mit dem man das Innere der Blase ersehen kann. Wird eine gewebsartige Veränderung entdeckt, entnimmt man Gewebe, um es im Labor zu untersuchen. Auch eine Urographie (Radiologische Untersuchung) bringt manchmal weitere Erkenntnisse. Auch der Harn kann mikroskopisch auf bösartige Zellen getestet werden.

Behandlung
Die Therapie beim Blasenkrebs hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Bei ¾ der Patienten ist der Tumor oberflächlich und lässt sich daher gut mit einem Zystoskop entfernen. Dennoch tritt bei vielen Erkrankten direkt erneut wieder an gleicher Stelle oder auch an anderer erneut ein Tumor auf. Daher wird die Behandlung auch durch Medikamente unterstützt. Bei manchen Patienten wird auch der Tuberkuloseimpfstoff BDG in die Blase gespritzt, um im Körper zum Kampf gegen die Krebszelle eine Immunreaktion auszulösen. Sitzt der Tumor jedoch tiefer, muss die Blase komplett oder zu Teilen entfernt werden. Kommt es zu einer Komplettentnahme, wird ein künstlicher Ausgang gelegt, der den Urin in einen Beutel schleust. Manchmal gelingt es den Chirurgen sogar aus einem Stück Dünndarm und der Harnröhre eine neue Blase zu formen. Ist dies der Fall, kann der Urin wieder ganz normal ausgeschieden werden.