Blechdach: Dachsanierung selbst gemacht

Nutzen Sie die verschiedenen Möglichkeiten und Vorteile einer Dachsanierung mit einem langlebigen und leicht zu wartenden Blechdach.


Steht bei Ihnen eine Dachsanierung an, so ist ein Blechdach eine Alternative. Das Material zeichnet sich durch ein geringeres Gewicht als herkömmliche Dachpfannen aus. Darüber hinaus können Blechprofile eine vollkommen neue, auch farbliche, Gestaltung des Daches möglich machen. Trapezbleche, Stehpfalzprofile, Sinuswellen, Biberschwänze oder Metalldachpfannen stehen für die Dachgestaltung zur Auswahl.

Die Installation eines Blechdaches
Es gibt Blechprofile, die in Selbstmontage montiert werden können und Blechprofile, die nicht in Selbstmontage montiert werden dürfen. Beim Kauf der Bleche zur Selbstmontage beachten Sie bitte den Neigungswinkel Ihres Daches. Nicht jedes Blech ist für jeden Neigungswinkel geeignet. Soll eine Neueindeckung auf das Dachgerüst erfolgen, muss der angegebene Lattenabstand der Blechprofile beachtet werden. Auf die Latten werden die Blechprofile mit Schrauben montiert. Dabei sind die Bleche überlappend zu befestigen. Besteht Ihre zu sanierende Dacheindeckung aus Pappbahnen, Schiefer oder Wellplatten ist es möglich mit einer zusätzlich aufgetragenen Lattung die Blechprofile darauf zu setzen - fragen Sie im örtlichen Bauamt, ob Sie dazu eine Baugenehmigung beantragen müssen. Weil zum Dach auch Dachrinnen, Fallrohre, Rinneneingang, verschiedene Ortbleche, Winkelbleche zum seitlichen Dachabschluss von Gauben, Traufstreifen, Kehlen, First, Dachfenster und Lichtkuppeln gehören, müssen diese entsprechend Ihrer Dachfläche mit installiert werden. Beachten Sie bitte die Verarbeitungshinweise der Hersteller.

Was tun, wenn das Blechdach saniert werden muss?
Blechdächer sind extrem witterungsbeständig und besitzen eine lange Lebensdauer. Dennoch kann es aber vorkommen, dass sie vorzeitig saniert werden müssen. Die Belastungen durch Witterung - Wärme, Kälte, Wind und Hagel - und Umweltschadstoffen wirken auf die Bleche ein. Die Folge sind Korrosionsschäden, Lösen der Befestigungsschrauben oder Risse im Blech. Das Blechdach wird dadurch undicht. Als Sanierungslösung stehen verschiedene Verfahren diverser Hersteller zur Auswahl. Wenn Sie eine Beschichtung aus Polyurethanschaum wählen, sollten Sie diese von zwei Richtungen aus aufsprühen. Dabei ist die erste Lage in Verlegerichtung der Bleche fein aufzusprühen. Der Schaum geht sehr schnell auf und verbindet sich solide mit dem Untergrund. Es entsteht eine naht- und fugenlose, rissüberbrückende, dichte, dauerelastische Deckschicht. Bei der Durchführung ist darauf zu achten, dass die Untergrundtemperatur mindestens zwölf Grad Celsius beträgt, damit der Polyurethan-Ortschaum trotz des von sich aus kälteren Metalls aufschäumen kann. Auch sollte bei dieser Arbeit die relative Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent nicht überschritten werden. Nach der zweiten Lage muss ein UV-Schutz aufgetragen werden. Dieser besteht meistens aus einem Flüssigkunststoff. Mit diesen Schritten wird Ihr Dach wieder abgedichtet und zusätzlich wärmegedämmt. Wenn Sie nur ein Kaltdach, also ein Dach ohne Wärmedämmung besitzen und erhalten möchten, bietet sich eine weitere Möglichkeit der Sanierung an. Diese besteht aus einem dauerelastischen Metallschutz, der wasserdicht, elastisch und witterungsbeständig vor Rost schützt. Mit Hilfe dieser Maßnahmen erhalten Sie sich Ihr Blechdach.