Bleichen

Hier bei Hilfreich finden sie alles zum Thema Gesundheit. Ein großes Zahnlexikon bietet ihnen die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Begriffe zu informieren - Bleichen


Das Aufhellen der Zahnfarbe meist mittels chemischer Mittel. Sinn des Vorgangs ist, weissere Zähne zu bekommen, aus medizinischer Sicht ist diese Maßnahme in aller Regel nicht nötig. Trotzdem ist dieser meist rein kosmetische Eingriff ein wirtschaftlich extrem florierender Zweig der Zahnmedizin, umso bemerkenswerter, weil die Krankenkassen dafür nicht zahlen und der Patient (oder treffender: Kunde) die Kosten selber tragen muss. Da die Kosten teilweise erheblich sind, ist es intelligent sich zunächst einmal auf eine professionelle Zahnreinigung zu verlassen, zum Einen, weil diese vor jeder Bleichung ohnehin nötig wird, zum Anderen, weil man damit evtl. schon so viele Verfärbungen beseitigen kann, dass eine weitere - teuere - Reinigung überflüssig wird. Was Bleichen selbst angeht, hat sich Wasserstoffperoxid bewährt, da es in den Zahn dringt, dort freie Radikale erzeugt, welche in der Lage sind, die Verfärbungen zu beseitigen. Trotzdem ist Vorsicht geboten, die Zeitschrift Öko-Test kam im Januar 2006 zu folgendem Ergebnis:
"Von drei der 15 untersuchten Produkte rät "Öko-Test" ab, doch acht schneiden mit "sehr gut" und "gut" ab. So einzigartig der Mensch, so individuell die Zähne und ihre Farbe: Die Nuancen reichen von weiß bis ocker. Zudem werden Zähne im Laufe ihres Lebens dunkler, da der Zahnschmelz dünner wird und die dunkleren inneren Schichten stärker hervortreten. Doch als Merkmal für Schönheit und Erfolg gelten nur weiße Zähne. Und so lassen sich immer mehr Deutsche ihre Zähne bleichen. Beim Zahnarzt läuft das Bleichen als kosmetische Behandlung und kostet 150 bis 250 Euro pro Kiefer. Dauerhaft sind Bleachings aber nicht. Nach etwa drei Jahren - je nach Ess- und Trinkgewohnheiten - muss nachgebessert werden. Die Alternative sind Do-it-yourself-Produkte aus Drogerie oder Apotheke. Man kann zum Beispiel mit Bleichgel gefüllte Schienen auf die Zähne aufbringen. Weitere Möglichkeiten bieten universell vorgeformte Streifen und Aufhellungsgele, die man sich direkt auf die Zähne pinselt. ÖKO-TEST hat 15 Mittel zur Zahnaufhellung, sieben für das Bleichen beim Zahnarzt und acht für die Heimbehandlung, zahnärztlich begutachten lassen und einen Blick auf die weiteren Inhaltsstoffe geworfen. Das Testergebnis: Fünfmal "sehr gut" und zweimal "befriedigend": Die Bleichmittel für den Zahnarzt schneiden besser ab als die frei zugänglichen Produkte, von denen drei "ungenügend" sind. Das Smilekit Classic mit Weißungsgel 10% enthält zehn Prozent Carbamidperoxid, was rund 3,4 Prozent Wasserstoffperoxid entspricht. Doch die Kosmetik-Verordnung erlaubt in Mitteln zur Mundpflege nicht mehr als 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid. Ohne die Zulassung als Medizinprodukt ist das Smilekit daher nicht verkehrsfähig"  Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollte sich jeder überlegen, ob er sich der Prozedur wirklich unterziehen möchte.