Blumen in der Küche: Blumencuisine

Blumen in der Küche sind Trend – sowohl zum Veredeln von Gerichten als auch als einzelner Gang. Hauptsache schön bunt, so lautet die Devise der Blumencuisine.


Kochen mit Blumen ist kein neuer Trend – im Mittelalter und der Renaissance hat man beispielsweise nicht einmal zwischen Blumen und Gewürzen unterschieden. Auch heute benutzen viele Hobbyköche Blumen als Gewürz: Schließlich handelt es sich bei Gewürznelken um getrocknete Blumenknospen und bei Safran um getrocknete Blütennarben.

Vorbereitung und passende Blumen 

  • Kochen mit Blumen benötigt eine gewisse Vorbereitung. Kleinere Blüten verwendet man üblicherweise ganz, größere zerteilt man. Der grüne Teil, genau wie der Stempel oder die Staubblätter, sollte man entfernen. Pflücken und spülen Sie die Pflanzen erst direkt vor dem Gebrauch.
  • Für Salate bieten sich Blüten von Bärlauch, Chrysanthemen, Gladiolen oder Borretsch an. Primeln, Petunien und Ringelblumen verfeinern perfekt Reisgerichte, Omelettes und Suppen. Die Ringelblume zaubert auch ein tolles Gelb in die Vanillesoße, deshalb gilt sie seit langem als das „Safran für Arme“. Rosenmarmelade ist in der Türkei weit verbreitet, aber wussten Sie, dass es auch Veilchen- und Geranienkonfitüre gibt? Oder haben Sie schon einmal einen Tee mit Jasminblüten getrunken?

Blumencuisine: Kandierte Blütenblätter

  • Als Dekoration zum Nachtisch oder auf dem Kuchen machen sich kandierte Blüten, beispielsweise Veilchen, Rosen, Holunderblüten und Schlüsselblumen, gut. Hierfür taucht man die frischen Blüten kurz in geschlagenes Eiweiß und bestäubt sie dann mit feinem Zucker.
  • Danach lässt man sie einfach auf Pergamentpapier in einer warmen Umgebung trocknen. Sehr gut machen sich kleine Blüten oder einzelne Blütenblätter in Getränken: Legen Sie sie einfach in eine Eiswürfelform und füllen Sie sie mit Wasser auf. So peppen Sie im Nu jedes Getränk auf.

Nicht alles was schön ist, kann man essen

  • Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass die Blüten nicht mit Pestiziden belastet sind, verwenden Sie also keine Blüten vom Floristen. Achten Sie lieber auf spezielle Stände auf dem Wochenmarkt oder wenden Sie sich an Läden, die auch die Gastronomie beliefern. Für Blütenneulinge eignen sich die weitverbreiteten Zucchiniblüten, genau wie andere Blüten vom Kürbis oder der Kappuzinerpresse.
  • Ebenfalls essbar sind die Blüten vom Apfel, Jasmin, Lavendel, Holunder, Geranie, Chrysantheme, Borretsch, Zitronenbäumchen, Stiefmütterchen, Alpenveilchen und der  Kornblume. Die Finger sollten Sie lassen vom Christstern, der Christrose, der Engelstrompete, dem Goldregen, sowie Maiglöckchen, Oleander und Hahnefuß.

Blumensalat – ganz einfach!

  • Sie benötigen einen Salat nach Wahl, zum Beispiel Feldsalat oder Romanersalat, eine Salatgurke, sowie je nach Wunsch anderes Sommergemüse oder Obst, etwa ½ Tasse Kapuzinerblüten und einige junge Blätter. Für das Dressing: vier EL Salatöl (möglichst nicht zu intensiv im Geschmack), ein EL Weißweinessig, ½ TL Senf, Knoblauch, Kräuter, Salz, Pfeffer.
  • Rühren Sie das Dressing etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren an, geben Sie es aber erst bei Tisch auf den Blumensalat. Statt der Kapuzinerkresse können Sie auch Veilchen oder Primelblüten verwenden. Guten Appetit mit unseren Rezepten der Blumencuisine!