Blut im Sperma: Maßnahmen der Behandlung

Ein Problem bei der Behandlung bei Blut im Sperma ist meistens die Feststellung der Ursache. Es sollte aber auf jeden Fall Acht auf lockere Kleidung gegeben werden. Auch ist der vorübergehende Verzicht auf Geschlechtsverkehr angesagt.


Die Behandlung bei Auftreten von Blut im Sperma richtet sich nach der Art der Erkrankung. In vielen Fällen, etwa zu einem Drittel, wird trotz intensiver Diagnostik keine Ursache festgestellt und eine wirkungsvolle Therapie kann nicht stattfinden. In den meisten Fällen verschwinden die Symptome nach einer gewissen Zeit ohne jegliche medizinische Behandlung. Dennoch kann nur der Besuch beim Arzt ernste Symptome ausschließen.

Therapie bei Verletzungen
Hat die Erkrankung traumatischen Hintergrund oder ist sie auf Verletzungen zurückzuführen, sollte der Penis und die dazugehörigen Sexualorgane für eine bestimmte Zeit ruhiggestellt werden. Auf legere Kleidung, die den Penis nicht abdrücken, ist zu achten. Auch ist der vorübergehende Verzicht auf Geschlechtsverkehr angezeigt.

Behandlung von Entzündungen
Verbergen sich Entzündungen hinter dem Symptom, die ihren Ursprung in der Prostata, den Samenbläschen oder auch dem Harnsystem haben, erfolgt die Medikamentengabe antibiotischer Arzneien über einen gewissen Zeitraum, meist in Form von Tabletten. In dieser Zeit verschwinden die Symptome, die Entzündung heilt aus und der Gesundheitszustand ist bereits nach kurzer Zeit wieder hergestellt. Während der Behandlung ist eine Ruhigstellung und sexuelle Abstinenz ebenfalls ratsam.

Operative Therapie
Die operative Therapie kommt nur selten zum Einsatz. Verbirgt sich eine gut- oder bösartige Geschwulst hinter den Beschwerden, ist die operative Entfernung die wirksamste und häufig einzige Erfolg versprechende Therapie. Bei bösartigen Tumoren erfolgt beinah ausnahmslos eine Zusatzbehandlung wie Strahlen- oder Chemotherapie. Hodenkrebs beispielsweise tritt häufig bei jungen Männern auf, verursacht Blut im Sperma und ist chemotherapeutisch sehr gut und effektiv zu behandeln. Nach einer erfolgreichen Behandlung ist in 90 Prozehnt aller Fälle die volle Funktionalität der Sexualorgane hergestellt, bleibende Auswirkungen auf das Sexualleben sind selten.

Psychologische Begleittherapie
Viele Betroffene bemerken die ersten Symptome während oder direkt nach dem Geschlechtsverkehr und erfahren ein traumatisches Erlebnis. Vor allem junge Männer deuten die Anzeichen als Warnsignal einer ernsten Erkrankung. Die Thematik ist unangenehm und peinlich. Gern wird das Thema gemieden, das wichtige Gespräch umgangen. Obwohl die Ursachen meist zeitnah behandelt werden können und schnell und vollständig verschwinden, bleibt eine unangenehme Erinnerung zurück. Besonders junge Männer können Sexualstörungen und Erektionsprobleme bis hin zur Impotenz aufgrund des psychischen Traumas entwickeln. In diesen Fällen ist eine Psychotherapie sinnvoll.