Blut im Stuhl

Befindet sich Blut im Stuhl, können meist nur schmerzhafte Hämorrhoiden der Grund sein. Im schlimmsten Fall kann es sich ein Anzeichen von Darmkrebs handeln


Auch wenn es unangenehm ist, sollte man bei Blut im Stuhl keine Scheu haben, sich an seinen Arzt zu wenden. Meist lässt sich das Rektalbluten durch ungefährliche kleine Risse im Analbereich erklären, die zum Beispiel durch länger anhaltenden Durchfall, aber auch durch Verdauungskontraktionen, also harten Stuhlgang erklären lassen. Auch Analverkehr kann eine Ursache für die feinen Risse sein.

Häufige Ursache Hämorrhoiden
Auch Hämorrhoiden können Schuld am Blut im Stuhl haben. Sie werden zum Beispiel durch Verstopfung ausgelöst. Man unterscheidet zwischen innen und außen liegenden Hämorrhoiden. Erstere können nur durch eine ärztliche Rektaluntersuchung erkannt werden. Ein Hinweis für außen liegende Hämorrhoiden kann beispielsweise sein, dass bereits normales Sitzen als schmerzhaft empfunden wird. Auch bei Verdacht auf Hämorrhoiden sollte man nicht zögern einen Arzt aufzusuchen, da sich die Symptome bei blutenden Hämorrhoiden zum Teil mit denen von Darmkrebs decken können.

Möglicher Grund Darminfektion
Andere Gründe für das unangenehme Rektalbluten können eine Darminfektion oder eine Darmentzündung sein. Ein Symptom für eine Darminfektion ist blutiger Durchfall, der bis zu drei Tage anhält. Übelkeit, Durchfall und Fieber sind Anzeichen für eine Entzündung des Darms.

Diagnose Darmkrebs
Um Darmkrebs ausschließen zu können, sollte man sich bei Blut im Stuhl auf jeden Fall ärztlich untersuchen lassen. Ein Anzeichen für Darmkrebs kann Durchfall sein, der im Wechsel mit Verstopfung auftritt. Darmkrebs, in der Fachsprache auch Kolonkarzinom genannt, ist eine der häufigsten bösartigen Krankheiten. Um diese ausschließen zu können, wird eine Darmspiegelung oder eine Darm-CT durchgeführt.

Vorsorgeuntersuchungen sind vor allem für über 50-Jährige empfehlenswert, insbesondere wenn innerhalb der Familie bereits Darmpolypen aufgetreten sind. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken circa sechs Prozent der Einwohner in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs.
Bei Darmkrebsverdacht gilt es keine Zeit zu verlieren, insbesondere wenn bereits Rektalbluten aufgetreten ist, was ein Anzeichen für ein fortgeschrittenes Stadium der Krankheit spricht. Deswegen sollte man unbedingt seine Scheu überwinden und sich ärztlich untersuchen lassen.