Werden Sie zum Blut spenden zugelassen und wird Ihnen bei der Spende 500 ml Blut erfolgreich abgenommen, wandert Ihr Blut im Anschluss ins Labor. Außer Sie äußern anhand des kleinen gelben Zettels, den Sie z. B. beim Deutschen Roten Kreuz bekommen, selbst Bedenken. Dann geben Sie Ihr Blut für eine Spende nicht frei. Das Blut wird dann auch nicht weiter untersucht sondern wird entsorgt. Hintergrund dieser Maßnahme, die dem Spender im letzten Moment die anonyme Rücknahme seiner Blutspende ermöglicht, ist folgender: Manchmal gehen auch Arbeitskollegen oder Mitglieder von Vereinen gemeinsam zur Blutspende. Man nutzt diesen Anlass, sich zu treffen, um gemeinsam etwas Gutes zu tun. Nun möchte man vielleicht Freunden oder Kollegen seine Gründe, warum man einer Blutspende nicht bedenkenlos zustimmen kann, offen legen und untersteht einer gewissen Gruppendynamik. Um dieser Problematik im Einzelfall zu entgehen, haben sowohl Blutbanken als auch das Deutsche Rote Kreuz diese Möglichkeit geschaffen. Durch ein letztes „Nein“, dass Sie nicht aussprechen, sondern einfach durch ankreuzen des entsprechenden Kästchens äußern, können Sie Ihre Spende zurücknehmen. Geben Sie allerdings Ihre Blutspende frei, wird diese im Labor weiteren Tests unterzogen.
Auf welche Krankheiten wird Ihr Blut im Labor beim Bluttest getestet?
Nach einer Vollblutspende wird das freigegebene Blut im Labor auf verschiedenste Krankheiten getestet. Hierzu gehören Gelbsucht, HIV und Syphilis. Die genannten Krankheiten können durch Blut übertragen werden. Um eine Hepatitis-Infektion auszuschließen, wird bei Hepatitis B ein Antigentest und bei Hepatitis C ein Antikörpertest durchgeführt. Um eine mögliche Infektion mit HIV durch eine Bluttransfusion auszuschließen, wird ein AIDS-Test durchgeführt. Zum Nachweis einer akuten oder bereits abgeklungenen Syphilis-Erkrankung dient ein TPHA-Test. Im PCR-Test wird das Erbgut des Spenders auf Hepatitis A,B oder C Viren untersucht. Auch Parvoviren oder HIV-Viren können mit dieser Untersuchungsmethode ermittelt werden. Der Zeitraum dieser Untersuchungen liegt bei zwei bis drei Wochen. Sollten Sie in dieser Zeit nichts gehört haben, können Sie davon ausgehen, dass alle Tests negativ waren. Allerdings sollte, wer Blut spenden will, dies nicht als einen Ersatz für Bluttests sehen.
Bei einer Plasmaspende
Bei dieser Form der Blutspende wird das aus dem Blut gewonnene Plasma erst einmal für vier Monate unter Quarantäne gestellt. Eine Erstspende wird somit frühestens nach einem halben Jahr freigegeben, nämlich dann, wenn der Spender zu einer erneuten Untersuchung erschienen ist und weitere negative Testergebnisse vorliegen. Deswegen sollten Plasmaspender auch regelmäßig zur Spende kommen.