Blutblume: Der Exot mit den feurigen Blüten

Ein leuchtend roter Feuerball in Kombination mit frischen grünen Blättern - das ist die Blutblume.


Botanischer Name: Haemanthus (etwa katharinae und multiflorus)

Allgemein
Die zur Familie der Amaryllisgewächse gehörende Blutblume ist ein ganz besonderes Gewächs – wie der Name schon verrät. Sie bildet Blüten aus, die an die Pompons von Cheerleadern erinnern, oder an leuchtend rote Rasierpinsel, wo man auch gleich wieder bei der Assoziation Blut angelangt ist. Doch damit hat die Heamanthus wenig zu tun, den Namen hat sie erhalten, weil bei Verletzungen roter Pflanzensaft austritt.
Sieht man die wunderschönen rot- bis orangeroten Blütenstände, ist es doch verwunderlich, dass man die Blutblume so selten in deutschen Wohnzimmern antrifft. Dabei ist sie bei richtiger Pflege auch nicht anspruchsvoller als andere Zimmerpflanzen. Beheimatet ist der Exot in Südafrika, wo er wild wächst. Wenn Sie auch eine Heamanthus kaufen wollen, sollten Sie genau nachfragen, denn der Scadoxus sieht der Blutblume täuschend ähnlich und trägt teilweise sogar denselben Namen – allerdings sind seine Blüten viel weniger buschig. Scadoxus war einst sogar in die Gattung der Heamanthus mit eingeschlossen, bildet nun aber eine eigene Familie.

Standort
Die Blutblume mag es warm und kuschlig. Ein helles sonniges Ost- oder Westfenster ist daher ideal, besonders während der Wachstumsphase, zwischen April und Juni. Ältere Pflanzen können im Sommer auch nach draußen umziehen.
Im Herbst, wenn die Ruhezeit beginnt, sollten sich die Raumtemperaturen zwischen zwölf und 15 Grad bewegen, auf keinen Fall darunter, da alle Arten sehr kälte- und frostanfällig sind.

Pflege
Wenn die Blutblume ihre Blüten ausbildet, braucht sie reichlich Wasser. Aber Vorsicht, auch sie mag keine Staunässe, deshalb sollten Sie etwa eine halbe Stunde nach dem Gießen etwaige Wasserrückstände im Untersetzen wegkippen. Ab September sollten Sie – in Einstimmung auf die Ruhezeit – schon anfangen, weniger zu bewässern. Wenn die Blätter langsam welk werden, beginnt die Ruhezeit und Sie brauchen kaum noch zu gießen. Jedoch sollten Sie dennoch regelmäßig die Erde überprüfen, denn antrocknen sollte sie nicht. Wenn es langsam wärmer wird, können Sie wieder mehr gießen.
In der Wachstumsphase düngen Sie alle zwei Wochen mit Flüssigdünger.

Vermehrung
Die Vermehrung ist denkbar leicht: Ältere Blutblumen bilden kleine Nebenzwiebeln aus. Wenn Sie die Pflanze umtopfen, können diese vorsichtig entnommen und in einen extra Topf gesetzt werden. Am besten geeignet ist lose, humusreiche Erde. Umtopfen sollten Sie übrigens im Frühjahr, und das auch nur, wenn der alte Topf zu klein geworden ist.

Schädlinge und Krankheiten
Wenn die Pflanze beziehungsweise die Zwiebel fault, haben Sie zu viel gegossen. Bei zu hoher oder zu niedriger Luftfeuchtigkeit können rötliche Flecken auf den Blättern auftreten, sie sind Anzeichen für eine Pilzerkrankung – den Roten Brenner. Jetzt hilft nur noch die Chemiekeule, besorgen Sie sich ein spezielles Kupferpräparat, mit dem die Pflanze bespritzt wird.
Schmier- und Wolläuse sind andere unliebsame Schädlinge, sie verstecken sich auf der Blattunterseite.