Blutegelbehandlung

Bei der Blutegelbehandlung werden kleine Tiere auf die Haut gesetzt, die meist zusätzlich angeritzt wird. Weil die Sauger bestimmte Stoffe freisetzen, werden sowohl die Fließeigenschaft des Blutes verbessert als auch Entzündungen verringert.


Die Blutegelbehandlung gehört zu den ausleitenden Verfahren und soll blutreinigend, entzündungshemmend, entstauend und somit heilungsfördernd wirken.

 

Durchführung:
Es werden meist mehrere Blutegel auf das zu behandelnde Gebiet aufgesetzt. Oft wird das betreffende Segment vorher oberflächlich angeritzt, um die Behandlung zu optimieren. Beim Festsaugen sondern die Tiere zwei entscheidende Stoffe ab, Hirudin (verhindert die Blutgerinnung) und Englin (lindert Entzündungen), welche positiv auf den Organismus wirken. Wenn sich die Egel vollgesaugt haben, lösen sie sich meist von selbst, ansonsten können sie mittels einer Pinzette, einem Stäbchen oder anderem Hilfswerkzeug entfernt werden.

 
Die Anzahl der Saugwürmer sowie Dauer und Wiederholung der Behandlungen variieren je nach Therapeut. 

  

Wirkung:
Der Blutegel sondert während des Saugens die gerinnungs- und entzündungshemmenden Stoffe ab, welche sich positiv auf die Fließfähigkeit des Blutes sowie auf eventuell vorhandene Infektionen auswirken. Dadurch ist eine Anwendung der Saugwürmer besonders bei Gelenkschwellungen, schlecht abheilenden Blutergüssen, Venenleiden, Infektionen und Hauttransplantationen verbreitet. Teilweise wird der Blutgegelbehandlung auch eine generelle Steigerung des Wohlbefindens zugesprochen. 

  

Einschränkungen:
Obwohl größtenteils extra für die Behandlung gezüchtete Blutegel ausschließlich für einmaliges Saugen verwendet werden, sind einige Keime auf den Saugnäpfen nur schwer zu vermeiden. Nebenwirkungen sind, bis auf das Infektionsrisiko, recht selten. Es ist jedoch möglich, dass die behandelten Stellen bis zu zwölf Stunden nachbluten.