Bluten - Wann es kein guter Tropfen ist

Bluten sieht meistens viel schlimmer aus, als es eigentlich ist. Es gibt allerdings bestimmte Situationen, bei denen Sie sich Gedanken machen sollten.


Nur ruhig Blut! Oft sieht es schlimmer aus, als es ist. Blutende Wunden hat jeder schon einmal erlebt. Schnell hat man sich geschnitten, oder zu heftig gekratzt – kleine Blutungen entstehen schnell. Meist ist das kein Grund zur Beunruhigung. Doch fängt die Nase an zu bluten und will einfach nicht mehr aufhören, oder man blutet plötzlich aus dem Mund, fängt man an sich zu sorgen. Noch unangenehmer: Man entdeckt Blut im Urin oder gar im Stuhl. Generell sollte man Bluten immer als Warnzeichen des Körpers verstehen. Gleichzeitig gilt jedoch auch: Ruhe bewahren! Oft gibt es einfache Erklärungen für eine Blutung.

Nasenbluten
Nasenbluten lässt sich oft durch zu starkes Schnäuzen, Nasenbohren oder eine trockene Schleimhaut erklären. Dauert die Blutung jedoch längere Zeit an oder kehrt ständig wieder, kann das Bluten auch andere Gründe haben. So könnten unter anderem Tumore in der Nase, eine nicht diagnostizierte Bluterkrankheit oder eine Schwangerschaft der Grund für das Nasenbluten sein.

Blut im Mund
Entdeckt man ein Bluten im Mund, ist meist eine Entzündung des Zahnfleischs schuld. Schmerzhafter ist die Parodontitis, bei der der gesamte Zahnhalteapparat von der Entzündung betroffen ist. Ursachen für diese Entzündungen sind mangelnde Mundhygiene. Im schlimmsten Fall kann sich ein Tumor im Schlund, der Speiseröhre oder im Magen befinden. Ist das Blut entweder besonders hell oder besonders dunkel, sollte man sich an einen Arzt wenden.

Blut im Urin
Blut im Urin ist nicht immer ein Symptom für eine ernste Krankheit. Es kann zum Beispiel durch kleine Einrisse in der Schleimhaut der Harnröhre zu Blutungen kommen, die von selbst heilen. Finden sich jedoch tagelang Blutspuren im Urin, sollte man einen Arzt aufsuchen. Oft deutet Blut im Urin auf eine Erkrankung der Niere hin. Auch Harnsteine, die zum Beispiel durch ungesunde Essgewohnheiten entstehen, könnten sich gebildet haben. Es ist außerdem möglich, dass die Blutungen durch Blasenkrebs ausgelöst werden.

Blut im Stuhl
Blut im Stuhl sollte immer ernst genommen werden. Um Darmkrebs auszuschließen, sollte man deswegen auf jeden Fall eine ärztliche Rektaluntersuchung durchführen lassen. Oft lässt sich das Blut durch feine Risse im Analbereich oder durch Hämorrhoiden erklären. Auch eine Darmentzündung kann die Blutung erklären. Rektalbluten kann jedoch auch ein Symptom für fortgeschrittenen Darmkrebs sein. Um dies ausschließen zu können, sollte man seine Scheu vor einer unangenehmen Untersuchung überwinden und sofort zum Arzt gehen.

Wann ein Blutverlust wirklich "Alarmstufe rot" bedeutet oder alles doch noch rosarot ist, wird hier anhand einiger Tipps erläutert.