Bluterguss Behandlung: Wann muss der Arzt informiert werden?

Die Bluterguss Behandlung ist enrom wichtig, da aus einem harmlosen blauen Fleck schnell ein gefährlicher Zustand werden kann.


Bei vielen Hämatomen, die bei Sport- und Freizeitaktivitäten oder im alltäglichen Leben entstehen, handelt es sich nur um harmlose blaue Flecken. Diese sind nach wenigen Tagen wieder verschwunden und verursachen keine nennenswerten Beschwerden. Gefährlicher sind dagegen Hämatome, die sich unbemerkt gebildet haben und äußerlich nicht wahrnehmbar sind.

 Symptome epiduraler und subduraler Hämatome
Wenn sich Blut im Zwischenraum von Schädelknochen und Gehirn ansammelt, geschieht das oft, ohne bemerkt zu werden. Bei diesen Hämatomen unterscheidet man zwei Arten: Das Epiduralhämatom (EDH), das unmittelbar hinter dem Schädelknochen liegt und durch die Hirnhaut vom Gehirn getrennt ist und das Subduralhämatom (SDH), das sich hinter der harten Hirnhaut befindet und, bei entsprechender Größe, direkt auf das Gehirn drückt. Für das Vorhandensein solcher Hämatome sprechen Anzeichen wie Kopfschmerz, Unkonzentriertheit, Sprachschwierigkeiten, Übelkeit, Schwindelgefühle oder sogar Bewusstlosigkeit.

Selbstheilung oder medizinische Hilfe?
Bei Beschwerden nach einem Stoß an den Kopf sollte man sich unbedingt in ärztliche Behandlung begeben. Bei kleinen Blutgerinnseln im Kopf kann man oft auf eine Bluterguss Behandlung verzichten, da die körperlichen Selbstheilungskräfte das Hämatom abtragen. Patienten, die unter einem Druck des Blutergusses auf das Gehirn leiden, kann operativ geholfen werden. Bei einem chirurgischen Eingriff wird das Blut abgesaugt und das Gehirn vom Druck befreit.

Hausmittel können Linderung bringen
Andere Hämatome lassen sich meist schon mit einfachen Mitteln therapieren und bedürfen keiner speziellen Bluterguss Behandlung. So tritt, wenn man einen frisch entstandenen blauen Fleck sofort kühlt, nicht so viel Blut aus. Durch die Kälte werden die Blutgefäße zusammengezogen. Auch ein Hochlagern der verletzten Stelle verringert den Blutfluss. Außerdem sollte man in den Tagen nach der Verletzung Bewegungen vermeiden, die die betroffene Stelle belasten könnten. Zur Unterstützung des Heilungsprozesses sind außerdem verschiedene Gele und Salben erhältlich. Die Inhaltsstoffe Heparin und Hirudin fördern die Auflösung des Blutergusses. Arnikasalben wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend. Auch mit Präparaten, die Ananasenzyme enthalten, kann man Hämatome effektiv behandeln, denn sie fördern die Heilung. Bei Gerinnungsstörungen sollte man diese Enzyme jedoch nicht verwenden.

Wann zum Arzt?
Größere Hämatome können sich leicht entzünden, denn sie bilden einen Nährboden für viele Bakterien. Hämatome in Gelenknähe können die Gelenke beschädigen, abgekapselte Hämatome bilden sich nicht mehr von selbst zurück und Blutgerinnsel im Kopf können die Ursache für ständige Übelkeit und Kopfschmerzen sein. In all diesen Fällen lässt sich mit Hausmitteln nichts mehr ausrichten. Diese Hämatome müssen chirurgisch entfernt werden. Deshalb sollte man bei allen größeren Hämatomen sowie bei Verdacht auf ein EDH oder SDH, medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.