Bluterguss: Ursachen und Entstehung

Die Ursachen von einem Bluterguss liegen meist in kleinen Gefäßrissen.


Die Ursachen von einem Bluterguss (Hämatom) liegen in kleinen Rissen in den Venen oder Arterien.  Er entsteht, in der Regel durch, Einwirkungen von außen, wie etwa Schläge oder Stöße. Das ausgetretene Blut sammelt sich an der verletzten Stelle unter der Haut. Dadurch entsteht ein sogenannter blauer Fleck, der aber zunächst dunkelrot gefärbt ist. Die betroffene Stelle ist meistens leicht angeschwollen. Sobald die Blutgerinnung einsetzt, verfärbt sich der Fleck rötlich-blau. Durch die im Körper während des Heilungsprozesses ablaufenden, biochemischen Vorgänge, bei denen der enzymatische (durch Enzyme bewirkte) Abbau des Hämoglobins erfolgt, tritt, nach etwa zwei Tagen, eine dunkelblaue Verfärbung ein. Nach weiteren drei Tagen hat sich der Fleck dunkelgrün gefärbt. Das zeigt, dass das Hämoglobin abgebaut ist und zum Gallenfarbstoff Biliverdin verarbeitet wurde. Gallenfarbstoffe sind Abbauprodukte des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) und bilden sich überall dort, wo rote Blutkörperchen zerstört werden sollen, also in der Milz und auch direkt in Hämatomen. Erst danach gelangen sie über die Galle in den Darm und werden schließlich als Urin ausgeschieden. Ab dem siebenten Tag beginnt der Fleck, eine rötlich-gelbe Farbe anzunehmen. Diese Färbung entsteht durch den Gallenfarbstoff Bilirubin, der das Endprodukt des Abbaus ist. In diesem Stadium ist die Schwellung schon abgeklungen. Nach insgesamt zwei bis drei Wochen ist das Hämatom völlig verschwunden und es treten auch keine Nachwirkungen mehr auf.

Mögliche Komplikationen
In seltenen Fällen kann es passieren, dass ein Bluterguss nicht problemlos abheilt, sondern sich abkapselt oder entzündet. Diese Komplikationen treten vor allem bei größeren Blutergüssen auf. Hämatome, die sich abgekapselt haben, bilden sich nicht mehr von selbst zurück. Große Hämatome sind ein Nährboden für Bakterien, sodass sie sich entzünden können. Abgekapselte oder entzündete Hämatome müssen chirurgisch ausgeräumt werden. Dabei wird, bei örtlicher Betäubung, die Haut geöffnet und das geronnene Blut entfernt. Hatte sich der Bluterguss bereits infiziert, wird die Haut offen gelassen, bis das Wundgebiet durch zusätzliche Maßnahmen völlig gesäubert ist. Nach einiger Zeit kann die Wunde durch eine Naht geschlossen werden. Nachdem die Wunde verheilt ist, dürfen keine Beschwerden zurückbleiben. Auch größere Hämatome, in der Nähe von Gelenken, werden meistens operativ entfernt, um bleibenden Gelenkbeschwerden vorzubeugen.