Bei Blutkrebs oder auch Leukämie handelt es sich um eine Krebserkrankung des Blutes. Von Leukämie spricht man, wenn die Bildung des Blutes, sowohl weiße und rote Blutkörperchen sowie Blutplättchen, im Knochenmark Störungen aufweißt und die Blutzellen bösartig sind. Auffallend hierbei ist in erster Linie die erhöhte Bildung der Leukozyten, sprich der weißen Blutkörperchen, der die Krankheit auch ihren Namen verdankt.
Wie entsteht Leukämie?
Von Leukämie ist dann die Rede, wenn der normale Entwicklungsprozess der weißen Blutkörperchen gestört ist und sich diese nicht richtig entwickeln können. Ist der Prozess unterbrochen, sind die weißen Blutkörperchen nicht in der Lage, ihre normale Funktionsweise im Körper aufzunehmen. Hinzu kommt, dass sich die bösartigen Blutzellen zunehmend vermehren und eine weitere Blutbildung von gesunden Blutzellen im Knochenmark nicht mehr möglich. Blutarmut, Blässe und Infektionen, hervorgerufen durch ein deutlich geschwächtes Immunsystem, können Anzeichen für Leukämie sein.
Formen der Leukämie
Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen vier Blutkrebsarten, die sich noch einmal in einen akuten und einen chronischen Verlauf differenzieren. Bei einer akuten Leukämie ist schnelles Handeln zwingend notwendig, da diese Form der Leukämie ohne Behandlung binnen weniger Monate zum Tod führt. Eine chronische Leukämie hingegen zeigt in den ersten Stadien keine Symptome und bleibt daher nicht selten erst einmal unentdeckt.
Zahlen und Fakten
Verglichen mit anderen Krebsarten ist eine Leukämie eher selten. Jährlich werden in Deutschland 10.000 Neuerkrankungen gemeldet, wobei Männer im Durschnitt häufiger erkranken als Frauen. Diese Zahlen sind nun seit über zehn Jahren konstant. Leider kommt Leukämie auch bei Kindern vor. Ein Prozent der Patienten ist unter 15 Jahren. Allerdings liegt die Heilungsquote bei Kindern und Jugendlichen bei nahezu 80 Prozent, wobei nur 40 Prozent der erwachsenen Patienten den Blutkrebs überleben.