Das Plasma ist ein wichtiger Bestandteil des Blutes und wird neben der Spende auch zur Herstellung von vielen wichtigen Medikamenten benötigt. Die Hälfte des Blutes besteht aus Plasma, das 90 Prozent Wasser enthält. In der Intensivmedizin wird das Blutplasma bei Patienten eingesetzt deren Blut bedingt durch die Erkrankung nicht mehr richtig arbeitet. Bei Erkrankungen des Immunsystems oder einer Störung der Blutgerinnung durch Medikamenteneingabe, angeborene und erworbene Leberschäden kann dies der Fall sein.
Plasmaspender gesucht!
Da es in Deutschland leider einen Mangel an Plasmaspendern gibt, werben sowohl Blutbanken als auch das Deutsche Rote Kreuz kontinuierlich im Spender. Im Gegensatz zur Vollblutspende wird das Blut des Spenders durch ein Gerät geleitet, dass das Plasma von den roten und weißen Blutkörperchen trennt. Danach wird das Blut in den Körper zurückgegeben.
Wer kann Blutplasma spenden?
Genau wie bei der Vollblutspende auch sollten Sie über 50 kg wiegen und zwischen 18 und 65 Jahre alt sein. Sie sollten gesund sein und an keinen chronischen Krankheiten leiden. Während einer Schwangerschaft oder nach einer schweren Operation sollte keine Plasmaspende erfolgen, besonders dann, wenn Sie bei einem chirurgischen Eingriff selbst eine Bluttransfusion erhalten haben. Auch schwergewichtige Menschen mit einem Körpergewicht über 120 kg sind für eine Plasmaspende nicht geeignet. Die Belastungen für den gesamten Organismus verursacht durch die Plasmaspende werden bei ihnen als bedenklich eingeschätzt.
Was geschieht bei einer Plasmaspende?
Bei der Spende werden in der Regel 660 ml Plasma gewonnen. Für die Plasmaspende sollten Sie zwischen 30 und 45 Minuten einplanen. Der Vorteil an der Plasmaspende ist, dass Sie häufiger zur Plasmaspende gehen können, als zu einer Vollblutspende. Maximal sollten Sie zwischen 40 und 44 mal zur Spende gehen und das gespendete Plasma sollte ein Gesamtvolumen von 25 Litern nicht überschreiten.
Blutplasma spenden - Risiken
Im Gegensatz zur Vollblutspende wird bei der Plasmaspende das Blut zur Gewinnung des Plasmas durch ein spezielles Gerät geleitet, um es danach in den Körper zurückzuführen. Zwar wird hier steril gearbeitet, so dass die Übertragung von HIV oder Hepatitis nahezu ausgeschlossen ist. Dennoch kann es bedingt durch die Plasmaspende zu Reaktionen des Kreislaufs kommen. Eventuell muss man mit Schwindel, Müdigkeit und einer temporären Einschränkung seiner Leistungsfähigkeit rechnen. Diese Symptome regulieren sich aber in der Regel binnen weniger Tage.