Blutspende - wer darf spenden?

Eine Blutspende erfordert bestimmte Voraussetzungen, die vom Spender erfüllt werden müssen.


Im Grunde genommen darf jeder Blut spenden, der über 50 Kilo wiegt und gesund ist. Allerdings führen sowohl das Deutsche Rote Kreuz als auch die kommerziellen Blutbanken vor jeder Blutspende eine Untersuchung durch. Der Blutspender bekommt eine paar Tropen Fingerblut abgenommen, um den Eisenwert zu überprüfen und auch der allgemeine Gesundheitszustand sowie der Blutdruck werden ermittelt. Wenn der Arzt keine Einwände hat und auch der Hämoglobinwert eine Blutspende zulässt, wird der Spender zur Blutspende zugelassen. Werden die erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt,  wird er wieder nach Hause geschickt.

 

Blutbanken können Sie ohne Angabe von Gründen abweisen
Die Gründe, einen Spender nicht zur Blutspende zuzulassen, können vielseitig sein. Zum Beispiel sollte der letzte Infekt mehr als vier Wochen zurückliegen und der Spender sollte auch nicht an Herz-Kreislaufkrankheiten oder Bluthochdruck leiden. Auch ein Aufenthalt in einem Malariagebiet innerhalb der letzten sechs Monate kann ein Grund für die Nichtzulassung sein. Falls Sie sich in der Vergangenheit tätowieren oder piercen haben lassen, müssen zwischen dem neuen Tattoo oder Piercing und der Blutspende mindestens zwölf Monate liegen. Frauen sollten auch weder während ihrer Menstruation noch während einer Schwangerschaft spenden.

 

Folgende Risikogruppen sind von der Blutspende ausgeschlossen
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen oder an chronischen Krankheiten leiden, sollten Sie von einer Blutspende absehen. Auch Menschen, die Alkohol- oder Drogenprobleme haben, sind als Blutspender nicht geeignet. Auch das Sexualverhalten spielt bei der Zulassung zur Blutspende eine Rolle. So wird homo- oder bisexuellen Männern oder Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, wie z. B. Prostituierte von einer Blutspende ebenfalls abgeraten. Das Risiko, das diese Personengruppen an AIDS oder Hepatitis erkrankt sind, ist einfach zu hoch. Auch Strafgefangene sind selbst nach ihrer Entlassung von der Blutspende ausgeschlossen.

 

Haftbarkeit
Verschweigt der Blutspender unter Vorsatz einer Blutbank eine Krankheit oder die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, kann dieser im Falle einer Ansteckung mit HIV oder Hepatitis für gesundheitliche Schäden verantwortlich gemacht werden. Es ist daher eine Gewissensfrage, ob Sie Blut spenden oder nicht, und sollten Sie zu einer der Risikogruppen gehören, dürfen Sie auf keinen Fall Blut spenden. Das Risiko, jemand anderen zu infizieren, ist einfach zu hoch.

 

Fazit
Sind Sie aber gesund, zwischen 18 und 65 Jahre und gehören keiner Risikogruppe an, sollten Sie aber in jedem Falle, gegen Geld oder unentgeltlich als Spende beim Deutschen Roten Kreuz Blut spenden. Denn die so gewonnen Blutkonserven können vor allem in der Intensivmedizin Leben retten.