Blutuntersuchungen nach von Brehmer und Enderlein

Bei der Blutuntersuchungen nach Enderlein und von Brehmen wird davon ausgegangen, dass bereits vor der Geburt ein bestimmter Mikroorganismus im Blut vorhanden ist, der ein Anzeichen für Krebs ist. Dessen derzeitiges Entwicklungsstadium soll unter dem Mikroskop herausgefunden werden.


Bei Blutuntersuchungen nach von Brehmer und Enderlein wird das Blut mit einem Dunkelfeldmikroskop analysiert, sie soll dabei helfen eine mögliche Krebserkrankung frühzeitig zu diagnostizieren.

Durchführung:
Dem Patienten wird Blut entnommen, welches anschließend auf einen Objektträger aufgetragen und mikroskopiert wird. 

  

Günther Enderlein geht davon aus, dass bereits vor der Geburt Urkeime eines vielgestaltigen Mikroorganismus im Blut vorhanden sind. Dieser wird durch Umwelteinflüsse und anderes insofern modifiziert, als dass diese den Organismus schädigen und Krebserkrankungen auslösen. Enderlein will also mithilfe des Dunkelfeldmikroskops das vorliegende Entwicklungsstadium des Mikroorganismus beziehungsweise die Menge des angeblich von ihm verursachten Stoffwechselendprodukts (Milchsäure) bestimmen, um Indizien für eine mögliche Krebserkrankung zu sammeln. 

  

Wilhelm von Brehmer testet das entnommene Blut auf Corynebacterium parvum (Siphonospora polymorpha) im Plasma beziehungsweise in den roten Blutkörperchen. Das Wachstum des Bakteriums soll Rückschlüsse auf eine mögliche Krebserkrankung ermöglichen.

  

Wirkung:
Beide wollen über das vorliegende Entwicklungsstadium (oder im Falle von Enderlein auch durch die vorliegende Menge eines Stoffwechselendprodukts) Rückschlüsse auf ein mögliches Krebsleiden ermöglichen. Ist der gesuchte Stoff also vorhanden, wird von einer Erkrankung ausgegangen.
 
Einschränkungen:
Beide Verfahren fußen auf Annahmen des heute als widerlegt angesehenen Pleomorphismus und entbehren jedes wissenschaftlichen Belegs. Die Blutuntersuchungen nach der Methode von Brehmer und Enderlein sind also aufgrund ihrer als sehr zweifelhaft anzusehenden Wirksamkeit nicht zu empfehlen.