Blutzucker bei Diabetes

Blutzucker spielt bei Diabetes eine entscheidene Rolle. Die Regulation des Blutzuckerspiegels ist Aufgabe der Bauchspeicheldrüse. Wie genau wird der Zucker abgebaut und wie unterscheidet sich der gesunde vom kranken Mechanismus?


Blutzucker spielt bei Diabetes eine entscheidene Rolle. Bei der Regulation des Blutzuckerspiegels ist die Bauchspeicheldrüse das ausführende Organ. Diese 80 Gramm schwere Drüse lässt sich in drei Bereiche einteilen, und zwar in Kopf (Caput), Körper (Corpus) und Schwanz (Cauda). Die Hauptfunktion des Pankreas liegt in der Produktion von Verdauungsenzymen und -hormonen. Im Schwanz der Bauchspeicheldrüse befindet sich das sogenannte Inselorgan, es enthält ein bis zwei Millionen Langerhans-Inseln.

 

Inselzellen

Bei diesen Inselzellen handelt es sich um runde bis ovale Drüsenzellen, die sich grob in A-, B- und D-Zellen einteilen lassen. In diesen Zellen werden die wichtigen Hormone Insulin, Glukagon und Somatostatin produziert. Die B-Zellen überwiegen im Pankreas mit 60 Prozent der Inselzellen, sie bilden Insulin, mit 25 Prozent der Zellen produzieren die A-Zellen Glukagon, Somatostatin wird in den D-Zellen gebildet, die lediglich 15 Prozent der Zellen im Pankreas ausmachen. Insulin und Glukagon sind für die Regulation des Kohlenhydratstoffwechsels zuständig. Während Insulin die Aufnahme des Zuckers aus dem Blut erleichtert, führt Glukagon dazu, dass in Hungerphasen Glukose wieder aus den Zellen freigesetzt werden kann. Insulin und Glukagon sind also Antagonisten, sie halten den Blutzucker-Spiegel relativ konstant bei 60 bis 100 Milligramm pro 10 Deziliter Blut. Somatostatin hemmt die Freisetzung von Insulin und Glukagon, die Nahrungsstoffe aus dem Darm können dann nicht weiter genutzt werden.