Die Ausschüttung von Endorphinen kann Glücksempfindungen hervorrufen. Und Endorphine können süchtig machen. Das ist erwiesen. Gehören Sie auch zu den Endorphinsüchtigen? Haben Sie den Eindruck, dass es an der Zeit ist, wieder einmal an Ihre persönliche Leistungsgrenze zu gehen? Um physische und psychische Grenzen zu erleben gibt es immer wieder neue sportliche Möglichkeiten. Die aktuelle Trendsportart im Winter heißt Snowboard Cross oder mit einem Wort auch: Boardercross.
Scharfe Kurven und aufregende Sprünge
Boardercross ist ein Snowboardwettbewerb, bei dem eine Gruppe von zumeist vier Snowboardern gleichzeitig eine äußerst vielseitige und anspruchsvolle Abfahrtsstrecke bewältigen. Wer zuerst unten ankommt und die Ziellinie erreicht, hat das Rennen gewonnen. Die Strecken sind für gewöhnlich recht eng. Die Talfahrt enthält scharfe Kurven, Absätze, Spalten und Senken. Teile der Strecke sind steil, andere flach. Für den Snowboarder geht es vor allem darum, schnell zu sein und die Kontrolle über sich und die Strecke zu behalten. Aufgrund der überaus anspruchsvollen und teilweise sehr engen Streckenführung sind Kollisionen unter den Teilnehmern nicht selten. Snowboard Cross Rennen werden deshalb immer mit umfangreichem Körperschutz und Motorradcross ähnlichen Sturzhelmen mit Kinnschutz gefahren.
Boardercross gewinnt an Populariät
Boardercross wurde ursprünglich von einem Amerikaner erfunden. Das erste Event fand im Frühling 1991 in der Skiregion Whistler Blackcomb bei Vancouver in Kanada statt. Das Event wurde von Steve Rechtschaffner und Greg Stump im Rahmen ihrer Fernsehshow "Greg Stump's World of Extremes" für den Fernsehsender FOX organisiert. Steve Rechtschaffner legte die Strecke, das Format und die Regeln für die Veranstaltung fest und Stumps Manager John Graham führte den Namen Boarder Cross ein. In den Folgejahren breitete sich die Sportart in Nordamerika aus, inzwischen ist sie international bekannt. Seit den Spielen 2006 in Turin ist Boardercross olympisch.