Bobo Siebenschläfer: Tolle Bildergeschichten für die Kleinen

Mit den alltäglichen Erlebnissen in den Geschichten von Bobo Siebenschläfer können sich Kinder ab zwei Jahre wunderbar identifizieren.


Als der Graphiker und Schriftsetzer Markus Osterwalder im Jahr 1984 das Buch Bobo Siebenschläfer für seine Tochter Sandra schrieb und zeichnete, ahnte er sicherlich noch nicht, dass dieses Werk einmal zum Kinderbuch-Klassiker werden würde. Dem ersten Buch folgten weitere Bände: „Bobo Siebenschläfer macht munter weiter“ (1986), „Bobo Siebenschläfer ist wieder da“ (1997) und „Bobo Siebenschläfer wird nicht müde“ (2008). Die kleinen Abenteuer von Bobo sind so erfolgreich, dass einige Bände bereits eine zweistellige Auflagenhöhe erreicht haben. Insgesamt wurden bis heute über eine Million Bildergeschichten verkauft.

Kleinkinder lieben Bobo
Auf den ersten Blick wirken die Illustrationen merkwürdig altmodisch. Die Zeichnungen sind einfach gehalten und auf das Wesentlichste reduziert, so dass Hintergründe zum Beispiel häufig fehlen. Auch Farbe wird nur sehr sparsam eingesetzt. Alle Bilder sind lediglich in orange und blau koloriert. Bei kleinen Kindern kommt gerade diese Sparsamkeit und Schlichtheit gut an. Die Bilder überfordern sie nicht durch zu viele Details. Was bleibt sind die liebenswerten Figuren von Bobo Siebenschläfer und seinen Eltern, die ganz alltägliche Dinge tun und erleben. Kinder können den Bildergeschichten, die sich über mehrere Seiten erstrecken, gut folgen. Zum Vorlesen stehen unter jedem Bild noch ein, zwei kurze Sätze, die erklären, was gerade passiert.

Bobos Erlebnisse
Kinder lieben die Geschichten vor allem, weil der drollige Siebenschläfer genau die Dinge erlebt, die sie aus ihrem eigenen Leben gut kennen. Er spielt in seinem Zimmer, frühstückt und trinkt Kakao. Bobo geht mit seinen Eltern in den Zoo und fürchtet sich ein wenig vor dem Gebrüll des Löwen. Mit Mama darf er einkaufen und bekommt beim Schlachter eine Scheibe Wurst. Auf dem Spielplatz schaukelt und wippt er. Bobo Siebenschläfer gräbt mit seinem Papa einen Tunnel in der Sandkiste, badet und feiert Geburtstag. Er erkundet seine kleine Welt und nach und nach wächst sein Bewegungsradius. Er fliegt in den Urlaub, geht in den Zirkus und besucht einen Bauernhof. Überall gibt es viel zu entdecken. Auch von den typischen Missgeschicken eines Kleinkindes bleibt Bobo Siebenschläfer nicht verschont. So kippt der Becher mit dem Kakao um oder er schließt seine Mutter aus und sie muss durch das Fenster klettern. Jeder Tag ist voller Erlebnisse und am Ende (fast) jeder Geschichte schläft Bobo friedlich ein.