Herbert
Grönemeyer ist einer der erfolgreichsten und populärsten Musiker
der deutschen Musikszene. Ihn zeichnen aber nicht nur sein
musikalisches Talent, sondern auch seine Fähigkeiten als
Schauspieler und Produzent aus. Jedes seiner Studioalben, das seit
1984 erschienen ist, erreichte in Deutschland Platz Eins der
Musik-Charts. Er war der erste deutschsprachige Sänger, der zu MTV
Unplugged eingeladen wurde.
Sein bürgerliches Name lautet:
Herbert Arthur Wigler Clamor Grönemeyer, geboren wurde er am
12.04.1956, nicht wie vermuten ließe in Bochum, sondern in
Göttingen. Er kam als Jüngstes von drei Kindern zu Welt. Als er
etwa ein Jahr alt war, zog die Familie aus dem Oberharz nach Bochum.
Hier wuchs Herbert Grönemeyer auf und hier beginnt die Geschichte
zwischen Bochum und Herbert Grönemeyer.
Welche besondere
Verbindung besteht zwischen Bochum und Herbert Grönemeyer?
Die
Antwort dieser Frage liegt vermutlich in den musikalischen Anfängen
von Herbert Grönemeyer begründet. Seine Mutter sorgte dafür, dass
er, genau wie seine Brüder, Klavierunterricht erhielt. Zu diesem
Zeitpunkt war er acht Jahre alt. Er besuchte das Gymnasium am Ostring
und engagierte sich dort im Schulchor. Hier lernte er auch den
späteren Schauspieler Claude-Oliver Rudolph kennen. Beim
Schauspielhaus Bochum verdiente Herbert Grönemeyer zusammen mit
Claude-Oliver Rudolph sein erstes Geld. Grönemeyer als Pianist,
Rudolph als Schauspieler. Herbert Grönemeyer besuchte nie eine
Schauspielschule, spielte aber Theater im Schauspielhaus Bochum und
in einigen Fernsehfilmen. Unter anderem war er auch musikalischer
Leiter des Schauspielhauses. Musikalisch war die Zeit bis 1984 eher
ruhig, er veröffentlichte zwar einige Albern, aber mit eher mäßigem
Erfolg. Er ist nach wie vor tief mit dem Ruhrgebiet und vor allem
Bochum verwurzelt.
Bochum und Herbert Grönemeyer, eine
Geschichte des Erfolges
Der große Durchbruch kam 1984 mit dem
Wechsel zu EMI. Sein Album „4630 Bochum“ brachte den großen
Erfolg im Musikgeschäft. Das Album war 79 Wochen lang in den Top 100
der Hitparade. Der Titelsong Bochum wurde zur inoffiziellen Hymne der
Stadt. Bei jedem Spiel des VFL Bochum wird seit dem neben der
Vereinshymne auch “Bochum” gespielt. Das Lied “Bochum”
beschreibt die Einfachheit und Ehrlichkeit dieser Stadt. Man spürt
die Liebe des Sängers zu “seiner” Stadt.
Ohne dieses Album
und die darin enthaltene Hymne auf “seine” Stadt wäre Herbert
Grönemeyer in Deutschland wahrscheinlich nie so erfolgreich
geworden. Bochum und Herbert Grönemeyer, ein unzertrennbares Band.