Bockshornklee als Naturheilmittel

Bockshornklee ist ein traditionelles und beliebtes Heilmittel bei Krankheiten und Leiden in der Naturheilkunde.


Bockshornklee, welcher zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler gehört und in Deutschland unter anderem häufig auch als Kuhhornklee, Stundenkraut oder Ziegenhorn bekannt ist, gilt in der Naturmedizin als Heilmittel bei einer Reihe von Krankheiten und sonstigen Leiden. Der Klee zeigt seine Blütenpracht in der Zeit von April bis Juli und bildet anschließend bis zu zwölf Zentimeter lange Hülsenfrüchte, die jeweils bis zu 20 Samen enthalten.

Die Bedeutung von Bockshornklee in der Naturmedizin dieser Welt
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Bockshornklee geht schon auf Aussagen der alten ägyptischen Ärzte zurück. Die abgekochten Samen der Pflanze wurden schon damals erfolgreich gegen Haarausfall und Schuppen verwendet und galten zusätzlich als Schönmacher für lockeres und glänzendes Haar. In Indien wurde der Klee gegen verschiedenste Leiden eingesetzt. Die Bockshornkleesamen galten als Aphrodisiakum und wurden zusätzlich als Carminativum gegen Blähungen verwendet. Hildegard von Bingen, die in den Jahren um 1150 medizinische Texte verfasste, erwähnte die heilende Wirkung des Klees vor allem gegen Hautkrankheiten. Ebenfalls wurde der Mediziner Anton-Sebastian-Kneipp im 19. Jahrhundert auf die heilende Pflanze aufmerksam. Der Erfinder der Wasserkur sah die Stärken des Bockshornklees, ähnlich wie Hildegard von Bingen, in seiner gesundheitsfördernden Wirkung bei Geschwüren und Geschwülsten. In China wird Bockshornklee zudem seit Jahrhunderten als Tee serviert und soll effektiv gegen Husten wirken.

Einsatzgebiete von Bockshornklee in der heutigen Naturheilkunde
Die Samen des Bockshornklees lassen die Gewinnung eines Öls zu, welches neben verschiedenen Vitaminen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen, den Stoff Cholin enthält, welcher gegen Leberverfettung wirken soll. Die enthaltene Aminosäure Histidin soll ebenfalls Schädigungen der Leber vorbeugen. Eine weitere Wirkung der Samen zeigt sich nachweislich in ihrer blutzuckersenkenden Wirkung und in der Senkung des gefährlichen LDL-Cholesterins.

Anwendung des Heilkrauts
Der Klee wird auch in der heutigen Zeit äußerlich angewendet. Als Aufguss wird die Pflanze kühlend gegen Pocken eingesetzt. Auflagen und Wickel helfen gegen Nasennebenhöhlenentzündungen, Rheuma, Atemwegsbeschwerden und Ekzeme.
Die Vielfalt von Bockshornklee wird durch Ihren Einsatz zur Milchbildung bei Frauen nach der Geburt abgerundet. Erhältlich sind die Samen in Pulverform, als Tee oder als fertige Wickel.